Kampf gegen Krško

Die Schmähtandler der vereinigten Atomlobby

Steiermark
18.07.2021 09:00
Wenn es ums Schönreden einer gefährlichen Technologie geht, sind die AKW-Befürworter erfinderisch. Kernenergie wäre die Lösung im Kampf gegen den Klimawandel, sagen sie. Wir sagen: ein Märchen!

Seit Tschernobyl und Fukushima ist wohl jedem klar, dass Atomenergie brandgefährlich ist. Was also tut die vereinigte Atomlobby aus abgehalfterten Politikern, fehlgeleiteten Wissenschaftern und geldgierigen Industriellen? Sie erzählt uns G’schichtln von sicheren Schrottmeilern, um so guten Wind für Laufzeitverlängerungen und die Errichtung neuer Reaktoren zu machen. Die Umweltorganisation Global 2000, die uns Steirer im Kampf gegen Krško unterstützt, kontert mit Fakten. Und zerlegt etwa das Märchen, dass Kernkraft die Antwort auf den Klimawandel wäre

Schmäh 1: Ohne AKW haben wir zu wenig Strom
Falsch! Lieferten Atomkraftwerke im Jahr 1996 noch 15,5 Prozent des weltweiten Stroms, sind es heute nur noch 10 Prozent. AKW braucht man also nicht.

Schmäh 2: AKW als Antwort auf die Erderwärmung
Falsch! Laut Wissenschaftern bleiben uns nur noch zehn Jahre, um notwendige Schritte gegen die fortschreitende Erderwärmung zu setzen. Die Atomkraft ist dafür viel zu langsam: Neue Reaktoren, wie sie nun in Slowenien geplant sind, sind aber erst nach zwanzig Jahren einsatzbereit.

Schmäh 3: AKW haben einen geringen CO2-Ausstoß
Falsch! Die gesamte Uranbrennstoff-Kette – von Erzförderung und Uran-Anreicherung bis hin zur Atommüll-Lagerung – verursacht ungefähr 88 bis 146 g CO2 pro Kilowattstunde. Im Vergleich zu erneuerbaren Energien ist das weitaus mehr als etwa Windkraft mit 2,8 bis 7,4 g CO2 oder Solar mit 19 bis 59 g CO2.

Schmäh 4: Atomkraft ist die günstigere Energiequelle
Falsch! Atommeiler sind nicht in der Lage, möglichst kostengünstig CO2 einzusparen. Deren Errichtung und Betrieb ist wesentlich teurer als der Bau erneuerbarer Energie-Anlagen, die in den letzten Jahren noch dazu billiger geworden sind: Windkraft um 70, Sonnenenergie gar um 89 Prozent.

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