"Hände weg von den Kalkkögeln!", prangt auf einem Plakat im Innsbrucker Büro des österreichischen Alpenvereins (OeAV). Unter diesem Motto wurden auch Unterstützungsunterschriften gesammelt. Fast 6.000 übergab der Alpenverein am Montag Landeshauptmann-Stellvertreter Gschwentner. Insgesamt sollen es 10.000 werden.
Laut Josef Jäger, Naturschutzwart der OeAV-Sektion Stubai, gestalte es sich jedoch vor allem in den Anrainergemeinden schwierig, Sympathisanten zum Unterschreiben zu bewegen. "Man will sich nicht schriftlich als Gegner des Projekts bekennen", so Jäger.
"Die Menschen haben Angst als Blockierer und wirtschaftsschädigend hingestellt zu werden." Die Befürworter des Projekts versprechen schließlich volle Betten, Restaurants und Skischulen – und damit sichere Arbeitsplätze. Jäger: "Unter der Hand haben mir schon viele gesagt, sie freuen sich über unseren Einsatz. Aber sie wollen aus Angst nicht mit ihrem Namen dafürstehen."
Kaum Anrainer-Unterschriften
Als Indiz dafür kann die regionale Aufschlüsselung der Bekennerunterschriften ausgelegt werden: Nur rund 800 kommen aus Anrainergemeinden. Im 4.500-Einwohner-Ort Neustift fanden sich nicht einmal 40 Personen. In der Anonymität der Stadt Innsbruck unterschrieb es sich offenbar leichter: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) aller Unterschriften kamen aus der Landeshauptstadt. Jede fünfte kam aus anderen Bundesländern. Der Rest aus anderen Teilen Tirols (25 Prozent) oder dem Ausland (5).
Für den Alpenverein ist die "Arbeitsplatzkeule" reine Taktik. "Auch mit dem geplanten Verbindungslift wird es in der Region weiterhin gute und schlechtgehende Betriebe geben", ist Jäger überzeugt.









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