Beim Auftakt des Prozesses im Jänner hatte der 22-Jährige noch darauf bestanden, zur Tatzeit "zu Hause bei meinen Eltern" gewesen zu sein, die das bestätigten könnten. Somit mussten zur Fortführung der Verhandlung zehn Zeugen geladen werden, doch zu ihrer Einvernahme kam es nicht mehr. "Ich bekenne mich schuldig", überraschte der Angeklagte am Dienstag mit einem Geständnis.
Der Türke gab zu, den Taxilenker in den frühen Morgenstunden zum Feldkircher Landeskrankenhaus dirigiert und ihm auf dem Weg dorthin plötzlich eine Gaspistole an den Kopf gehalten zu haben. Mit dem Autoschlüssel und 300 Euro Beute ergriff der die Flucht. Obwohl der 22-Jährige wenig später ausgeforscht und vom Taxilenker eindeutig identifiziert wurde, leugnete er die Tat. Auch für den Besitz der Gaspistole erfand der Mann eine Erklärung.
Als am Dienstag seine Eltern in den Zeugenstand treten sollten, entschied sich der 22-Jährige aber doch noch für ein Geständnis. Er wurde wegen schweren Raubes und schwerer Sachbeschädigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Letzteres Delikt gründete darauf, dass er nach der Festnahme in der Polizeiarrestzelle randaliert hatte. Dem Taxiunternehmer werden 300 Euro für den Verdienstausfall zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.









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