Die lange Liste der Kritikpunkte, wie groß die Auswirkungen des Hauptbahnhofes auf die historischen Stätten sein werden, wurde jetzt noch durch die neuen Entwicklungen ergänzt. Der Gemeinderat beschloss nämlich, die Geschossfläche des Bürokomplexes um 6.000 Quadratmeter zu vergrößern, was sich auch in der Zunahme der Bauhöhen niederschlägt.
Empfehlungen der Gutachter nicht genügend beachtet
Die Bauhöhe ist schon seit Längerem ins Visier der Bürgerinitiative geraten, denn nach Meinung der Kritiker wurden in der sogenannten Visual Impact Studie vom Frühjahr 2010 die Empfehlungen der externen Gutachter nicht genügend beachtet. Dadurch habe man viele Einwände von vornherein vom Tisch gewischt. So seien etwa die Auswirkungen auf das Panorama zwar vom zehn Kilometer entfernten Leopoldsberg untersucht worden, nicht aber jene von der näheren Türmerstube des Stephansdoms.
Walter Papst, Sprecher der Bürgerinitiative, bemängelt auch, dass die Einflüsse der Beleuchtung der neuen Hochhäuser am Abend auf die Welterbezone des Belvederes nicht überprüft worden seien. Papst: "Jetzt haben wir die letzte Chance, mit Hilfe von ICOMOS und UNESCO eine Änderung zu erreichen."
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung










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