Die Schweiz haut Frankreich raus, Tschechien die Niederlande, die Ukraine auch im Viertelfinale. Es geht, das sollte für Österreich Motivation für die WM-Quali sein.
Wir lieferten gegen Italien ein „geiles Spiel“ ab – in der Schweiz jubelt man nach der Elfer-Sensation gegen Frankreich über den „geilsten Sieg“ aller Zeiten.
Wir verloren gegen die Niederlande in der Gruppenphase mit 0:2 – in Tschechien jubelt man nach dem Achtelfinal-2:0 gegen die Niederlande: „Wir haben die Tulpen niedergemäht!“
Wir besiegten in der Gruppe die Ukraine mit 1:0 – und die jubelt nach dem Sieg gegen Schweden über das Viertelfinale. Das ist er, der kleine, aber feine EURO-Unterschied zwischen Österreich und anderen „Kleinen“: Die dürfen jubeln – leider ohne uns!
Natürlich vergönnt man es jedem „Underdog“ – aber eine kleine Träne ist dabei. Denn das wäre auch für Österreich möglich gewesen. Wenn zum Beispiel die Schuhspitze von Marko Arnautovic vor seinem vermeintlichen Tor gegen Italien ein paar Millimeter weiter hinten gewesen wäre.
Aber was sagen uns diese Sensationen? Dass es geht! Und das sollte Motivation für die WM-Quali sein: Aufbauen auf dem Aus, für Katar qualifizieren.
Goldene Generation
Die Fußball-Welt hat jedenfalls Notiz von Österreich genommen, das deutsche Fachblatt „kicker“ schreibt über die Truppe von Franco Foda: „Das Team baut auf junge Wilde wie Baumgartner, Kalajdzic, Laimer und Schlager, auf die gebündelte Defensiv-Routine von Alaba, Dragovic, Hinteregger, auf Stützen wie Sabitzer und Grillitsch – sowie weiter auf Arnautovic, den Mann für besondere Taten. War der Auftritt gegen Italien Ausdruck einer kontinuierlichen Entwicklung und kein punktueller Ausreißer, dann ist für diese goldene Generation auch in der WM-Quali noch einiges möglich!“
Kronen Zeitung
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