Zu einer folgenschweren Verwechslung kam es in der Vorwoche auf dem Wiener Zentralfriedhof. Bei einem Begräbnis wurde der falsche Sarg in die Aufbahrungshalle transportiert. Die Folge: Ein Verstorbener landete in einem fremden Grab und muss nun umgebettet werden. Die letzte Ruhestätte lässt noch auf sich warten.
Hektische Betriebsamkeit herrschte vorige Woche bei einem Wiener Bestattungsunternehmen. Vor einer Beerdigung war der Sarg des Verstorbenen in der Kühlhalle nicht zu finden. Plötzlich stellte sich heraus, dass der Mann bereits einige Tage zuvor beerdigt worden war – im falschen Grab! Dort sollte eigentlich eine Frau liegen, deren Sarg sich aber noch in der Kühlhalle befand.
„Es handelt sich um menschliches Versagen“, bestätigt das Bestattungsunternehmen gegenüber der „Krone“. Warum der falsche Sarg von der Kühl- in die Aufbahrungshalle kam, wird nun genau geprüft. Gleichzeitig arbeitet die Firma an einer Verbesserung des Prozesses, damit sich ein solcher Irrtum nicht mehr wiederholen kann.
„Familien haben sehr verständnisvoll reagiert“
Das Unternehmen hat sich inzwischen bei den betroffenen Familien entschuldigt. Die Trauerfeier für den Verstorbenen fand übrigens trotzdem statt - ohne Sarg und Beisetzung. „Gott sei Dank haben die Familien trotz unseres Fehlverhaltens sehr verständnisvoll reagiert“, zeigt sich die Bestattung erleichtert.
Dieser Fehler ist uns wirklich peinlich.
Ein Sprecher des Bestattungsunternehmens
Inzwischen laufen auch die Vorbereitungen, um den fatalen Irrtum zu korrigieren: „Wir werden den Mann noch diese Woche umbetten“, heißt es. Die Beerdigung der Frau in ihrem vorgesehenen Grab erfolgt ebenfalls. Für beide Familien wird noch eine Verabschiedung im kleinen Kreis eingerichtet. „Natürlich auf unsere Kosten, denn dieser Fehler ist uns wirklich peinlich“, teilt das Unternehmen mit.
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