27.06.2021 21:28 |

Lag auf Grünstreifen

Donaustadt-Mord: Eltern identifizierten Opfer (13)

Bei dem in Wien-Donaustadt Samstagfrüh entdeckten Mordopfer handelt es sich um ein erst 13-jähriges Mädchen. Die Eltern identifizierten ihr Kind, wie am Sonntagabend bekannt wurde. Das Mädchen war tot auf einem Grünstreifen entdeckt worden, es wurde laut Obduktion erstickt.

Die Eltern waren am Sonntag in eine Polizeiinspektion in Niederösterreich gekommen und hatten angegeben, dass es sich um ihre Tochter handelt, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich am Sonntagabend.

Personenbeschreibung veröffentlicht
Die Polizei hatte zuvor eine Personenbeschreibung des Opfers veröffentlicht - inklusive der Kleidung. Die junge Frau hatte einen schwarzen Kapuzenpullover mit der Aufschrift „Live or Die“, eine schwarz-weiß karierte Hose und weiße Nike-Sportschuhe getragen.

Nach den Medienberichten hatten die Eltern eine Polizeiinspektion aufgesucht. Sie werden nun von einem Kriseninterventionsteam betreut. Bei der Polizei hatten sich mehrere besorgte Eltern gemeldet, deren Töchter abgängig sind.

Alter zunächst auf 18 Jahre geschätzt
Zunächst hatte die Polizei das Alter der Toten auf rund 18 Jahre geschätzt. Es wurden sämtliche Abgängigkeitsanzeigen durchforstet, aber keine hatte zu der Toten gepasst. In der Umgebung des Leichenfundorts habe man Anrainern Fotos der jungen Frau gezeigt, sie sei von niemandem erkannt worden, berichtete Dittrich. Zur Klärung der Identität wurde dann die Personenbeschreibung veröffentlicht.

Wie die junge Frau an den Auffindungsort gekommen war, blieb am Sonntagabend weiter unklar. Die Einvernahme der Eltern war noch ausständig. Davon erhoffen sich die Ermittler Hinweise über das Umfeld des Mädchens.

Zahlreiche Frauenmorde in Österreich
Heuer sind in Österreich bereits mindestens zwölf Frauen (mutmaßlich) ermordet worden. Das hatte eine Gewaltschutzdebatte ausgelöst. Nach einem runden Tisch mit Opferschutzeinrichtungen im Mai verkündete die Regierung als Sofortmaßnahme, zusätzlich 24,6 Millionen Euro für den Gewaltschutz aufzubringen. Gewaltschutzeinrichtungen hatten 228 Millionen gefordert.

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