Die Zukunft von Jaguar ist gesichert, Red Bull hat den Rennstall gekauft. Firmenchef Dietrich Mateschitz soll dem bisherigen Besitzer Ford, der sich aus der Formel 1 komplett zurückzieht, angeblich eine Millionen Dollar für Jaguar bezahlen. Christian Klien ist der Platz im Cockpit noch nicht sicher.
Mit der Rettung von Jaguar werden in der kommendenSaison der Formel-1-Weltmeisterschaft wohl weiterhin zehn Rennställeantreten. Die Nennfrist endet am Montag. Paul Stoddart, der Chefdes finanziell angeschlagenen Minardi-Teams, hatte bereits vormehreren Tagen erklärt, auch 2005 an der WM teilzunehmen.Minardi kann weiterhin Motoren des von Ford ebenfalls abgegebenenMotorenbauers Cosworth einsetzen.
Für den klammen Rennstall des Iren Eddie Jordanzeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab: Er soll von ToyotaTriebwerke für angeblich zehn Millionen Dollar erhalten.Als Gegenleistung könnte Jordan Toyota-Testpilot Ryan Briscoe(Australien) ein Cockpit bieten. Um die freien Plätze bewerbensich auch die bisherigen Jordan-Piloten Nick Heidfeld und TimoGlock. Heidfeld hofft allerdings darauf, bei Williams-BMW alsTeamkollege des Australiers Mark Webber unterzukommen.
Statement von Didi Mateschitz "Es gibt Dinge, die mir neben ihrer strategischenRichtigkeit und Sinnhaftigkeit auch persönlich großeFreude bereiten. Ein eigenes Red Bull-Team in der Formel 1 gehörtzweifellos dazu. Dieser Schritt bedeutet einen vorläufigenHöhepunkt unseres seit über zehn Jahren bestehendenMotorsport-Engagements und ist die logische Ergänzung unsereskonsequent geführten Red Bull Junior Programms. Wir habennun die Möglichkeit, junge Talente während ihrer gesamtenKarriere zu begleiten, zu betreuen und zu fördern: von denersten Versuchen im Go-Kart bis in die Königsdisziplin Formel1."
"Wir freuen uns sehr auf die erste Formel-1-Saisonmit Jaguar. Das Team hat im alles andere als leichten Jahr 2004seine Klasse bewiesen und sich besonders durch Zusammenhalt, Motivationund Professionalität ausgezeichnet."
Wer darf im Cockpit sitzen? Mateschitz kann durch die Jaguar-Übernahme seinenTraum von einem "All American Team" wahrmachen und mit einem eigenenGrand-Prix- Rennstall zudem verstärkt Reklame für seinenEnergy-Drink auf dem für ihn wichtigen nordamerikanischenMarkt machen. Möglicherweise verpflichtet Mateschitz deshalbeinen Fahrer aus den USA. Aussichtsreicher Kandidat für einenPlatz ist auch Christian Klien, der schon in der zurückliegendenSaison für Jaguar fuhr. Die Entscheidung über die Pilotenbesetzungbei Red Bull soll bis Ende November fallen.
Die Übernahme des britischen Rennstalls sichertetwa 350 Arbeitsplätze. Laut "Welt am Sonntag" hat Ford auchfür Cosworth einen Käufer gefunden. Kevin Kalkhoven,Miteigentümer der nordamerikanischen ChampCar-Serie, solldas Tochterunternehmen mit 300 Mitarbeitern übernommen haben.
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