08.06.2021 10:00 |

Mit bella figura

Erst spät, dann radikal: Fiat wird Elektromarke

Die italienische Automarke Fiat - mittlerweile Teil des Stellantis-Konzerns - will bis 2030 den Wandel hin zu einem Hersteller ausschließlich elektrisch angetriebener Autos vollziehen. Den nächsten Schritt will Fiat offenbar mit dem Serienmodell der Studie namens Centoventi setzen, die auf dem Genfer Autosalon vor zwei Jahren Furore gemacht hat.

Lange Zeit war von Fiat in elektrischer Richtung nicht viel zu sehen, doch mittlerweile haben die Italiener einen blitzsauberen Stromer im Programm, an dem eigentlich nur der Name irritiert: Fiat 500. Damit heißt er genauso wie der weiterhin gebaute Kleinwagen mit Verbrennungsmotor, ist aber ein völlig eigenständiges Fahrzeug, das optisch wie ein Facelift des Verbrenners wirkt. Tatsächlich ist er aber größer und rein elektrisch. Anfangs wurde noch vom Fiat 500e gesprochen (was ein logischer Name wäre), offiziell ist die Bezeichnung aber verwirrenderweise Fiat 500.

Die Einführung dieses kleinen Elektroautos vor wenigen Monaten markiert jedenfalls den Auftakt für den drastischen Systemwandel der Marke. Ab 2025 will Fiat schrittweise sein Angebot an Autos mit Benzin- und Dieselantrieb ausdünnen.

Olivier François, Chef für Fiat und Globaler Marketingleiter bei Stellantis, kündigte in einem Gespräch mit dem Architekten Stefano Boeri über die Zukunft des urbanen Lebens an: „Zwischen 2025 und 2030 soll unsere Produktpalette allmählich rein elektrisch werden. Das wird eine radikale Veränderung für unsere Marke sein.“

Im Gegenzug wollen die Italiener ihr Angebot an elektrisch angetriebenen Autos für den Massenmarkt zu kleinen Preisen ausbauen. François machte allerdings keine Angaben zu Plänen für zukünftige Elektrofahrzeuge über den neuen 500 hinaus.

Vermutlich dürfte kommendes Jahr mit dem Centoventi auf Basis des neuen Fiat 500 ein weiteres Elektro-Modell folgen, bei dem es sich um eine Art Nachfolger für den Panda handeln wird. 2019 haben die Italiener eine entsprechende Studie auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Zudem steht Fiat der Konzernbaukasten elektrischer Modelle der französischen Stellantis-Marken und Opel zur Verfügung.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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