28.05.2021 17:05 |

50 neue Arbeitsplätze

Mayr-Melnhof steckt 150 Millionen in neues Werk

Riesen-Investition für die obersteirische Industrie: Mayr-Melnhof Holz in Leoben errichtet ein neues Brettholzspannwerk - Kostenpunkt: mindestens 150 Millionen Euro. 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Im Baustoff Holz sieht man großes Potenzial - vor allem, wenn es um Einsparung von CO2 und Klimaschutz geht.

150 Millionen Euro – das ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark für Mayr-Melnhof Holz. „Leoben liegt inmitten des Waldes, die Rohstoffversorgung hier ist gut“, sagt Vorstandsvorsitzender Richard Stralz. Die Investition ist möglich, weil die Konjunktur nach einem kurzen Einbruch während des ersten Lockdowns nun richtig anzieht. „Holz ist beliebt“, sagt Stralz. Der Baustoff erlebt derzeit eine Renaissance. Und er bietet so einige Vorteile, die man als essenziell für die Zukunft erkannt hat. „Brettsperrholz ist ein Teil der Lösung des Klimaproblems“, ist Stralz überzeugt. „Ein Kubikmeter Holz bindet eine ganze Tonne CO2.“

Bei der Herstellung von Brettsperrholz werden Bretter im rechten Winkel miteinander verleimt – „das macht das Material extrem genau und fest“, so der Vorstandsvorsitzende. Vom Einfamilienhaus über mehrgeschoßige Bauten, Aufstockungen, Schwimmbäder, Schulen, Krankenhäuser – das alles ist mit Brettsperrholz möglich. Und auch die Verarbeitung ist leichter: „In unserer Fabrikshalle kann eine ganze Wand gefertigt werden, die man dann nur noch aufstellen muss.“ So wird die Arbeit auf der Baustelle reduziert. „Das ist ein großer Vorteil.“

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Die Investition in Leoben ist ein wichtiges Signal des Vertrauens in den Standort Steiermark und in die Menschen, die hier arbeiten.

Stefan Stolitzka, Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark

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50 neue Mitarbeiter braucht Mayr-Melnhof für das Werk. „Die Produktion läuft hoch automatisiert ab“, sagt Stralz. „Mit Hand wird dort fast nichts mehr gefertigt.“

„Wir sind schon am Rekrutieren“, sagt Sprecherin Sonja Hiebler-Liebminger – und das, obwohl das Werk auf rund 33.000 Quadratmeter Produktionsfläche erst 2022 fertig werden soll. In einer zweiten Ausbauphase kommen dann noch einmal mehr Maschinen dazu – und noch ein paar Millionen Euro.

Für die steirische Industrie ist das Projekt ein gutes Zeichen, wie Stefan Stolitzka, Präsident der Industriellenvereinigung, sagt: „Die Investition in Leoben ist ein wichtiges Signal des Vertrauens in den Standort Steiermark und in die Menschen, die hier arbeiten.“

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