27.05.2021 15:03 |

Festakt zur Benennung

Ein Steg für den „Brückenbauer“ Marko Feingold

Damit Marko Feingold und sein Wirken in Salzburg immer in Erinnerung bleiben, wurde der ehemalige Makartsteg nun nach dem Holocaust-überlebenden „Brückenbauer“ benannt. Am Donnerstag wurde der Marko-Feingold-Steg mit einem Festakt eröffnet. An beiden Enden der Brücke erinnern Gedenktafeln an den Namensgeber.

Mit einem Brückenbauwerk im Herzen der Stadt wurde der „Brückenbauer“ und unermüdliche Mahner über die Nazi-Zeit, Marko Feingold geehrt. Nach seinem Tod am 19. Septemer 2019 entschied sich die Stadt, dem Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Präsidenten der Israelitischen Kultursgemeinde Salzburg ein Denkmal zu setzen. Dafür wurde der ehemalige Makartsteg in Marko-Feingold-Steg umbenannt. Am Donnerstag fand dazu ein Festakt statt.

Bürgermeister Harald Preuner zitierte in seiner Eingangsrede Oskar Deutsch. Feingold sei „ein Lehrer, Aufklärer, Mahner und wunderbarer Mensch und Freund gewesen“. Und weiter: „Er war auch ein großartiger Brückenbauer. Deshalb wollten wir seinen Namen nicht irgendwo hinschreiben, sondern für die nachfolgenden Generationen sichtbar machen.“ 

Witwe Hanna Feingold meinte nach dem Festakt: "Ursprünglich war der Steg ja nicht mein Wunsch. Aber jetzt, so wie er aussieht, gefällt er mir gut. Und ich hoffe in einiger Zeit sagen zu können, dass der Steg vielleicht doch die bessere Lösung war als eine Straße, Gasse oder ein Platz.“ 

In Anlehnung an die Stolpersteine wurden zu beiden Seiten des Stegs im Boden eingelassene Erinnerungstafeln angebracht. Zudem gibt es Ausstellungstafeln am Marko-Feingold-Steg: In Kooperation von Salzburg Museum und Kulturabteilung der Stadt Salzburg ist vorgesehen, jährlich rund um den Geburtstag von Marko Feingold eine Ausstellung auf dem Steg zu präsentieren, die sich im ersten Jahr mit der Persönlichkeit von Marko Feingold und seinem Wirken beschäftigt.

 Salzburg-Krone
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