12.05.2021 11:00 |

Markt im Steigflug

Trotz Wohnbau-Rekords dreht sich Preisspirale

Die Lage auf Salzburgs überhitztem Wohnungsmarkt bleibt weiter angespannt: Zwar stellen die gewerblichen und gemeinnützigen Wohnbauträger heuer 1900 neue Wohnungen in Stadt und Land fertig, wie eine neue Studie zeigt. Aber: Die Preise dürften weiter anziehen – auch weil Salzburg weiter bei Anlegern beliebt bleibt.

Diese Zahlen sprechen für sich: In Stadt und Land sind derzeit 357 Großprojekte in Planung, exakt 7982 Wohnungen sollen in den kommenden Jahren entstehen – der Großteil davon in der Stadt und im Flachgau. Schlusslicht sind der Tennengau und Lungau, wie nun eine neue Studie der Wiener Bauträgerdatenbank Exploreal im Auftrag der Wirtschaftskammer zeigt.

Im Schnitt werden für neue Wohnungen bei einer Größe von 72,8 Quadratmetern 364.006 Euro fällig. Zum Vergleich: In Oberösterreich kosten Neubauwohnungen mit 76,26 Quadratmetern 278.400 Euro. Billiger wird es trotz des heurigen Wohnbaurekordes nicht werden – obwohl 2021 landesweit die Bauleistung über dem Zuwachs an neuen Haushalten liegt. „Der Bedarf und die Wohnbauleistung gehen oft auseinander. Vor allem Salzburg ist für Anleger interessant“, sagt Geschäftsführer Alexander Bosak, dessen 15-köpfiges Team auch den Salzburger Markt unter die Lupe nahm.

Zudem für den Steigflug der Immobilienpreise bei Neubauten verantwortlich: Die 14-prozentige Investitionsprämie des Bundes und die steigenden Rohstoffpreise, sagt Stephan Gröger, Obmann der gemeinnützigen Bauvereinigungen. Salzburgs Immobilien- und Vermögenstreuhänder wollen die neuen Daten, die erstmals das Bauvolumen der gewerblichen und gemeinnützigen Bauträger zeigen, nutzen. „Das ist eine optimale Basis für die Wohnbauträger, um ihre Strategien und Bauvorhaben anzupassen“, so Obmann Roman Oberndorfer.

 Salzburg-Krone
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