Abstieg besiegelt?

So wird sogar der Notanker zu schwer!

Nach dem fast aufreizend schlechten Auftritt in der Südstadt, muss man sich die Frage stellen, ob diese Spieler St. Pöltens Abstieg noch verhindern können.

Nur ein Sieg in den letzten 19 Partien, seit elf Runden ohne vollen Erfolg, in sieben Runden der Qualifikations-Gruppe erst zwei Treffer erzielt ... und diese St. Pöltner Mannschaft soll sich noch auf den elften Platz retten? Schaut aufgrund der eingangs erwähnten Fakten und der Vorgabe, in den ausstehenden drei Spielen zumindest noch zweimal gewinnen zu müssen, nach einem Ding der Unmöglichkeit aus.

Der Auftritt am Samstag in der Südstadt zeigte die sportliche Tristesse, in der sich der SKN befindet, einmal mehr in allen Facetten. Hilflos, harmlos und offenbar lustlos. Nichts brachte es, dass der renommierte Sportpsychologe Andreas Marlovits in den letzten Tagen Seelenmassage betreiben durfte; noch weniger, dass mit Gerald Baumgartner der bereits dritte Trainer in dieser Saison erstmals auf der Bank Platz nahm. Da bleibt nur ein Schluss: Die Spieler haben sich dieses Schlamassel selbst zuzuschreiben. Zu hoch gejubelt nach dem vernünftigen, trügerischen Saisonstart, zu wenig selbstkritisch, als die wahren Gesichter zum Vorschein kamen.

„Einige spielen unter ihrem Wert“, meinte Baumgartner und erwähnte die Namen Pokorny sowie Ljubicic. Letzterer hat seinen Vertrag bei Rapid bereits in der Tasche, in der aktuellen Verfassung kann er aber nicht einmal dem grün-weißen Zeugwart unter die Arme greifen.

Wie einst unter Kühbauer
Baumgartner ist in einer Zwickmühle was die Aufarbeitung der Geschehnisse und die Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben betrifft. Er entschied sich zumindest vor dem morgigen Spiel gegen Altach für den sanften Weg: „Wir müssen Verständnis zeigen, dürfen als Trainerteam nicht draufhauen.“ Ein Spiel auf Zeit im Wissen, dass es zu 99,9 Prozent einen Notanker namens Relegation gegen Innsbruck oder Klagenfurt geben wird. Wie vor drei Jahren, als sich der SKN gegen den Dritten der 2. Liga, Wr. Neustadt, in zwei Duellen durchsetzte. Doch damals hatte Trainer Didi Kühbauer im Liga-Finish einen Flow entfacht, der SKN drei Siege en suite gefeiert. Aktuell unvorstellbar, zumal mit Luxbacher, Steinwender und Luan drei Spieler verletzt ausfallen. Die hatten zuletzt noch „am besten“ performt.

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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