Mit neuester Technik

Mähtraktoren als Gefahr: Rettung für Rehkitze

Steiermark
21.04.2021 18:36

2500 Rehkitze sind es, die allein in der Steiermark beim Mähen zu Tode kommen oder grauenvoll verstümmelt werden; die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein. Um diesen Blutzoll zu verhindern, wird den schutzlosen Wildbabys jetzt aus der Luft und vom Boden aus geholfen. Mit „Kitzrettern“, Drohnen und Hunden.

Sie werden von ihren Müttern im Gras abgelegt, ducken sich so tief wie möglich in den Boden - doch genau das kann ihr Todesurteil sein: Rehbabys haben keine Chance gegen meterbreite Mähtraktoren, die heutzutage auch schnell unterwegs sind. „Ich habe derart verstümmelte Tiere schon gesehen - und glauben Sie mir, das ist ein schrecklicher Anblick und ein langer Leidensweg“, so Agrarlandesrat Johann Seitinger (ÖVP). Und er ergänzt: „Wenn der Kadaver von anderen Tieren gefressen wird, können auch sie zu Tode kommen.“

Gemeinsam mit dem steirischen Landwirtschaftskammerpräsidenten Franz Titschenbacher und dem Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof präsentierte er jetzt das Projekt der „Kitzretter“: 1000 dieser Geräte wurden angekauft, sie werden auf Mähgeräten angebracht, senden akustische Signale aus, die schon ältere Rekitze Gefahr vermuten lassen und diese dann zur Flucht veranlassen.

Steirer lassen jetzt Drohnen steigen
All die Maßnahmen werden jetzt, wo langsam die Mäharbeiten beginnen, gebündelt. Auch immer mehr Drohnen werden eingesetzt, um Kitze in Feldern aufzuspüren, dazu Stecken mit duftenden Fetzen oder blinkenden Lichtern aufgestellt, Warn- und Akkustiksignale installiert.

Die Waidmänner weisen auch auf ihre Dienste hin! Vor dem Mähen gehen sie, sofern sie verständigt werden, mit Hunden Wiesen auch ab.

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