28.03.2021 06:00 |

„Krone“-Überblick

Der Impfstoff-Streit und was davon übrig bleibt

In der vergangenen Woche wurde auf mehreren Schauplätzen um ein Thema gestritten: die Corona-Impfungen. Von der Verteilungsdebatte auf EU-Ebene über den Kostendeckel-Zwist bis hin zur großen Frage, wer wann bei der Impfung drankommt: Ein Überblick, wie es steht und weitergeht.

EU-Verteilungsdebatte
Nach dem wochenlangen und von Österreich mitverursachten Streit über ungleiche Vakzin-Verteilung innerhalb der Europäischen Union wurde zuletzt beim EU-Gipfel fixiert, dass die EU-Botschafter der Mitgliedsstaaten einen Ausgleichsmechanismus mit zehn Millionen zusätzlichen Pfizer-Dosen verhandeln. Das soll in den nächsten Wochen geschehen und könnte die Lücke, die Österreich durch zögerliche Bestellungen entstanden ist, zumindest teilweise schließen – fix ist das aber nicht.

Türkis-Grün nach Impf-Zwist bewusst zuversichtlich
Die in der vergangenen Woche dominante Frage, ob das Finanzministerium nun auf einen Kostendeckel bei 200 Millionen Euro für den Impfstoff-Einkauf beharrt hatte, sorgte auch für Auseinandersetzungen innerhalb der Koalition. Vor allem die Türkisen waren ob heikler Aktenlieferungen des grünen Gesundheitsressorts an die Opposition heftig irritiert. Nachdem zuletzt aber auch das Gesundheitsministerium versucht hatte, in der Sache zu kalmieren, ebbte die Debatte langsam ab - und nun rückten auch Kanzler Sebastian Kurz sowie Gesundheitsminister Rudolf Anschober bewusst mit positiven Meldungen aus: Kurz etwa sagte zur „Krone“, dass „das Impfen mittlerweile in allen Bundesländern gut funktioniert“, man komme schnell und gut voran.

Tatsächlich ist Österreich im EU-Vergleich derzeit unter den Ländern mit dem höchsten Anteil an Menschen, die zumindest eine Corona-Impfdosis erhalten haben. Etwas mehr als elf Prozent kamen demnach hierzulande bisher zum Zug, in Deutschland sind es weniger als 10 Prozent. Auch bei der Zahl der täglichen Impfungen lag Österreich zuletzt im EU-Spitzenfeld.

Wer kommt nun wann beim Impfen dran?
Kurz kündigte an, dass das Tempo nun erhöht werde: Noch im April sollen alle Menschen über 65 geimpft werden können, so der Kanzler; pro Tag sollen dann durchschnittlich 40.000 Dosen verabreicht werden, zuletzt seien es im Schnitt rund 30.000 gewesen. Im Mai sind dann laut Kurz alle Impfwilligen, die älter als 50 sind, an der Reihe; im Sommer schließlich die Jüngeren.

Klaus Knittelfelder
Klaus Knittelfelder
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