Kampf um Medaillen

Ivona Dadic: Ärger über Auftakt-Chaos verflogen

Sport-Mix
04.03.2021 14:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Ivona Dadic, Österreichs „Sportlerin des Jahres“, hat das Chaos zu Beginn der Hallen-EM in Torun inzwischen weggesteckt und geht diesen Freitag optimistisch in den Fünfkampf, in dem sie zu den Medaillen-Hoffnungen zählt. Der Auftakt in Polen war für sie nämlich mit einer komplizierten Anreise, einem ewig langen Warten auf den Corona-Test in einer Tiefgarage und einer überfallsartigen Dopingkontrolle alles andere als ideal gewesen…

„Zum Glück bin ich schon am Dienstag angereist, sonst wäre die Anpassung hier in Torun vielleicht noch schlimmer geworden“, erzählte Ivona Dadic, die über München und Frankfurt um 15 Uhr in Warschau gelandet war - aber erst um halb zwölf im Teamhotel von Torun war. Grund: In der Torun Arena hatte sie fünf Stunden in einer kalten Tiefgarage auf ihren Corona-Test und dem anschließenden (negativen) Ergebnis warten müssen. So kam sie erst kurz vor Mitternacht aufs Einzelzimmer ihres Hotels.

Danach wollte sie wenigstens ausschlafen, wurde aber morgens um halb acht Uhr von Dopingkontrolleuren mit Klopfen an der Tür aufgeweckt. „Ich rege mich selten auf, aber diesmal war ich doch sehr verärgert“, haderte die Niederösterreicherin. Dies waren nun wirklich extrem schlechte Voraussetzungen für einen Hochleistungssportler!

Kleine, aber schmucke Arena
Beim gestrigen Aufwärmen in der Torun Arena war dieser Ärger aber verflogen. Gemeinsam mit den weiteren sechs rot-weiß-roten Leichtathleten, die einen Tag nach Ivona eine gute Anreise hatten und einen schnellen Corona-Test ablegen konnten, war sie am späten Vormittag gut gelaunt in der kleinen, aber schmucken Torun Arena. Von dieser Halle schwärmen unsere Athleten einhellig. Wie etwa Susanne Walli, die neben Ivona Dadic bereits am Freitag mit ihrem 400-m-Vorlauf im Einsatz ist. Am Samstag folgen dann mit ihren Vorläufen Markus Fuchs (60 m), Andreas Vojta (3000 m) sowie Beate Schrott und Karin Strametz (beide 60 m Hürden). Leni Lindner (60 m), mit 20 Jahren die jüngste der sieben österreichischen Teilnehmer, greift als Letzte am Sonntag ins Geschehen ein.

Olaf Brockmann

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