16.02.2021 06:00 |

180.000 investierten

Hunderte Millionen Steuern für Bitcoin fällig

Der Kurs-Höhenflug von Bitcoin und anderem „Internet-Geld“ lockt immer mehr Österreicher: 2020 dürften schon 180.000 Leute solches besessen haben, schätzt die Nationalbank. Doch Gewinne damit sind steuerpflichtig, in Summe hätte der Fiskus etwa 375 Millionen Euro erhalten sollen. Wer dies vergisst, muss mit Strafen rechnen.

Nach Zahlen der registrierten Nutzer auf den diversen Bitcoin-Börsen hatte ein Durchschnittsanleger Coins im Wert von etwas über 32.000 Euro und machte 10.800 Euro steuerpflichtigen Gewinn damit. Hochgerechnet mit zum Beispiel 35 Prozent Einkommensteuersatz ergibt das 375 Millionen Euro, kalkuliert Florian Wimmer, Gründer von Blockpit. Das Linzer Start-up hat sich auf Software für Management und Verwaltung von Cybergeld spezialisiert. Für Kleinanleger ist das gratis.

„An sich sind Gewinne mit Bitcoin & Co. nach einem Jahr Behaltefrist steuerfrei. Doch wenn man sie vorher verkauft, in andere Währungen tauscht oder damit etwas bezahlt, wird Einkommensteuer fällig.“

Angesichts der Dimension schaut die Finanz nun auch verstärkt darauf. Durch die Registrierung, Verknüpfung mit Bankkonten usw. kann die Behörde bei begründetem Verdacht Auskunft bei Bitcoin-Plattformen verlangen. 2022 dürfte auch ein EU-weiter Infoaustausch kommen.

Christian Ebeert
Christian Ebeert
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