15.02.2021 17:22 |

Schon 1000 Verdächtige

EU warnt Länder vor gefälschten Corona-Impfstoffen

Die EU-Anti-Betrugsbehörde OLAF hat Regierungen in Europa vor falschen Angeboten von Covid-19-Impfstoffen gewarnt. „Wir hören Berichte von Betrügern, die den Verkauf von Impfstoffen an Regierungen in der gesamten EU anbieten“, teilte OLAF-Generaldirektor Ville Itälä m Montag mit. Diese Angebote kämen in verschiedenen Formen.

Zum Beispiel könnten Betrüger große Mengen an Impfstoff zum Verkauf anbieten, eine Probe liefern und mit der ersten Vorauszahlung in der Tasche verschwinden, erklärte Itälä. Oder sie könnten gefälschten Impfstoff liefern. „Sie müssen so schnell wie möglich gestoppt werden“, so der Generaldirektor.

Ermittlungen gegen illegalen Handel
Aus diesem Grund schenke OLAF seine laufenden Ermittlungen gegen den illegalen Handel von Covid-19-Impfstoffen besondere Beachtung, kündigte Itälä an. Die Behörde würde von nun an, aktiv Berichte über Betrugsversuche mit „vertrauenswürdigen Partnern in der EU, den Mitgliedsstaaten und der ganzen Welt“ teilen.

Bisher 1000 Verdächtige identifiziert
Am 19. März 2020 leitete OLAF offiziell eine Untersuchung gegen den illegalen Handel mit Gesichtsmasken, Medizinprodukten, Desinfektionsmitteln, Arzneimitteln und Testkits in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ein. Bisher habe dies zur „Identifizierung von über 1000 verdächtigen Betreibern und zur Beschlagnahmung oder Zurückhaltung von 14 Millionen Gegenständen geführt“, hieß es in der Aussendung. Gefälschte Impfstoffe seien bisher noch nicht registriert worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).