12.02.2021 11:11 |

Panzer, Terrorabwehr

Tanner investiert 600 Millionen Euro zusätzlich

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz über künftige Investitionen des österreichischen Bundesheers informiert. Insgesamt werde man 600 Millionen Euro zusätzlich zum bereits zweimal erhöhten Regelbudget in die Hand nehmen. Neben dem bereits bekannten Hubschrauber-Einkauf um 300 Millionen Euro sollen auch neue Panzer um 100 Millionen Euro angekauft werden. Zudem soll in die Terrorabwehr, den Katastrophenschutz und in die Ausrüstung der Soldaten investiert werden.

Die 18 Mehrzweckhubschrauber des Typs AW169M mit einem Investitionsvolumen von etwa 300 Millionen Euro hatte Tanner bereits im Vorjahr bei der italienischen Regierung in Auftrag gegeben.

Investitionen in die Terrorabwehr
Der „furchtbare Terroranschlag“ vom 2. November mache es aber auch notwendig, weitere Investitionen in die Terrorabwehr vorzunehmen. Deshalb habe Tanner um 100 Millionen Euro neue Panzer bestellt, um die Sicherheit der Soldaten zu gewährleisten. Außerdem brauche es eine moderne Drohnenabwehr und eine generelle Modernisierung der Waffensysteme. „Sie sehen, wir haben viel vor, wir werden viel investieren müssen“, so Tanner.

Verlässlicher Partner beim Katastrophenschutz
Bei Katastropheneinsätzen bei Naturereignissen sei das Bundesheer immer wieder ein verlässlicher Partner gewesen. Neben der Beschaffung der neuen Hubschrauber aus Italien, die auch in diesem Bereich stark zum Einsatz kommen sollen, werde man zudem um 25 Millionen Euro neues Pioniergerät kaufen.

Tanner will Investitionsrückstau abbauen
Damit das Heer seine Aufgaben erfüllen könne, müsse es laufend nachrüsten. Tanners erster Eindruck nach Amtsantritt war  „unglaublich“, denn „eigentlich ist alles hier so alt wie ich oder noch älter“, habe sie scherzhaft gesagt. Diesen Investitionsrückstau gelte es nun abzubauen, um das Bundesheer zukunftsfit zu machen.

Geld für Miliz in die Hand nehmen
Dazu habe man einige Sonderinvestitionspakete beschlossen, zum Beispiel in der Miliz. „Im vergangenen Jahr wurde erstmals in der Geschichte die Miliz aufgeboten.“ Diese historische Maßnahme habe den Blick dafür eröffnet, wo man die „Schrauben drehen“ müsse. Man investiere insbesondere in die Mobilität, Bewaffnung und Mannesausrüstung der Miliz.

Generalmajor Bruno Hofbauer sagte, dass die Verbesserung der Ausrüstung der Soldaten eines der wichtigsten Ziele des Heeres sei. „Wir müssen unsere Soldaten in modernen Technologien ausbilden“, so Hofbauer. Das Bundesheer werde in den kommenden Jahren etwa auch mit 60.000 neuen Schutzmasken ausgestattet.

Martin Grob
Martin Grob
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