05.02.2021 18:00 |

Gewalt nimmt zu

Die Coronakrise bringt Frauen in Tirol ans Limit

Als große Krisen-Verlierer gelten Frauen: Viel Belastung und wenig finanzielle Hilfe bilanziert die SPÖ. Und bereits zuvor waren die Umstände nicht rosig.

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“ - so heißt es im Lied von Johanna von Koczian. Dass sich das bisschen Haushalt nicht von alleine macht, berichten hingegen völlig erschöpfte Menschen in der Coronakrise, die zwischen Homeoffice und Homeschooling jonglieren müssen. Zumeist sind es Frauen.

„Tirols Frauen sind am Limit – das Land darf die Frauen jetzt nicht alleine lassen, wir brauchen schnelle Wege aus der Krise“, hieß das Thema der Aktuellen Stunde im Tiroler Landtag, eingebracht von der SPÖ. Frauen sind die Verlierer der Coronakrise, ist man sich am Tiroler Landtag einig.

Unbezahlte Arbeit weiter weiblich
Doch, eigentlich waren sie es ja schon vorher. Die Zahlen sprechen für sich: Dreiviertel der unbezahlten Arbeit, sprich Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und Haushalt, sind in weiblicher Hand. Das spüren Frauen: Jetzt durch Erschöpfung und später dann beim Pensionsgeld, wo die Arbeitszeiten fehlen.

Die Krise verschärft die Situation für Frauen zusätzlich, sind sich alle Parteien einig. Denn wer im Homeoffice ist, hat zu arbeiten und kann nicht gleichzeitig im Homeschooling seine Kinder unterrichten. Alleinerzieher (95% Frauen) haben es besonders schwer.

Lohn nun noch schlechter als zuvor
Die Zahlen sprechen für sich: Die Arbeitslosigkeit ist um 250% gestiegen, davon sind mehr Frauen als Männer betroffen, die nun mit einem Arbeitslosengeld von 55% ihres Lohns auskommen müssen. Der war von vornherein nicht besonders gut, denn die so genannten systemrelevante Berufe wie z. B. Pfleger (70% Frauen) oder Reinigungskräfte (83% Frauen) sind oft sehr schlecht bezahlt.

Nadine Isser
Nadine Isser
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