Diebin ausgetrickst

Kalsdorferin (81) sperrt Eindringling im Schlafzimmer ein

Steiermark
29.11.2010 15:53
Resolut und couragiert hat die 81-jährige Maria A. (Bild) aus Kalsdorf am Wochenende reagiert, als sie merkte, dass sich eine Diebin in ihr Haus eingeschlichen hatte. "Obwohl mir das Gehen schwerfällt, bin ich rauf in den ersten Stock und hab das Rabenviech im Schlafzimmer eingesperrt!" Die Polizei brauchte die Verdächtige schließlich nur noch abzuholen...

Die alleinstehende Maria A. hatte am Samstag in der Küche auf ihr Mittagessen gewartet, das ihr dreimal pro Woche von der Gemeinde zugestellt wird: "Da hab ich verdächtige Geräusche gehört und zuerst geglaubt, dass mein 97-jähriger Nachbar, so wie gewohnt, zum Essen kommt. Ich hab draußen nachgeschaut, ihn aber nicht gesehen", erzählt die rüstige Seniorin.

Danach setzte sich die 81-Jährige wieder in die Küche: "Ich hab nochmals nachgedacht und vermutet, dass die Geräusche aus dem benachbarten Supermarkt kommen. Doch dann bin ich mir sicher gewesen, dass sich jemand ins Haus geschlichen hat. Ich hab nämlich vorher für den Zusteller das Gartentor und die Haustür aufgesperrt."

Diebin versteckte sich im Kasten
Indes hatte sich die Verdächtige bereits im Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses auf die Suche nach Wertsachen begeben. Die 81-Jährige schlich sich schließlich zur Zimmertür, drehte den Schlüssel um und rief dann die Polizei. Doch als die Uniformierten anrückten und in den Raum stürmten, war der Eindringling plötzlich verschwunden.

Des Rätsels Lösung: Die mutmaßliche Einschleichdiebin, eine 40-jährige Bosnierin ohne festen Wohnsitz, hatte sich im Kasten versteckt - und auch schon in einem Polsterüberzug die Beute verstaut: unter anderem eine Uhr und 50 Silbermünzen. "Sie hat auch noch andere Wertsachen gehabt, die sie wahrscheinlich schon vorher woanders gestohlen hat", erklärt die Seniorin.

"Jetzt hab ich ein mulmiges Gefühl"
Die 40-jährige Bosnierin wurde nach der Einvernahme auf freiem Fuß angezeigt. Maria A.: "Jetzt hab ich schon ein mulmiges Gefühl, denn wer weiß, ob sie nicht wieder zu mir kommt. Sie könnte ja auch einen Komplizen schicken. Mein Nachbar ist im Vorjahr auch zweimal hintereinander bestohlen worden."

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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