25.11.2010 18:37 |

Frust nach CL-Aus

Glückloser Janko über Materazzis "Sauereien" empört

ÖFB-Kapitän Marc Janko hat am Mittwoch der Chance nachgetrauert, dem amtierenden Champions-League-Sieger Inter ein Bein zu stellen. Janko musste sich mit Twente Enschede in Mailand 0:1 geschlagen geben, agierte selbst glücklos und beklagte sich nach dem Match über die harte Gangart und kleine "Sauereien" von Verteidiger Marco Materazzi. Twente muss nun als Gruppendritter vor Werder Bremen im Frühjahr in der Europa League weiterspielen.

Janko haderte nach einer starken ersten und einer deutlich schwächeren zweiten Hälfte seines Teams vor allem mit dem Schiedsrichter. Dieser habe nicht nur vor dem entscheidenden Tor bei einer regulären Attacke des 27-Jährigen an Inter-Star Wesley Sneijder auf Freistoß entschieden, sondern auch zahlreiche Ellbogen-Attacken von Raubein Materazzi, der bekanntlich schon Zinedine Zidane auf die Palme trieb, ungeahndet gelassen. "Anscheinend ist das in Italien normal", meinte Janko.

Kritik an Mitspieler
Der Twente-Stürmer wurde nach 69 glücklosen Minuten ausgetauscht. Die Chance auf seinen ersten Champions-League-Treffer hätte ihm Teamkollege Nacer Chadli bieten können, dieser suchte in der ersten Hälfte aber selbst den Abschluss, statt für den frei stehenden Österreicher aufzuspielen. "Das darf auf diesem Niveau nicht passieren, da gibt es keine Entschuldigung", kritisierte Janko. "Wenn wir unsere Offensivaktionen cleverer zu Ende gespielt hätten, hätten wir in Führung gehen müssen."

Der Niederösterreicher will sich nun auf die Meisterschaft konzentrieren. Dort hatte es zuletzt ebenfalls zwei Niederlagen gesetzt. Twentes Premiere in der Champions League erfülle ihn dennoch mit Stolz. "Wir haben es geschafft, in einer sehr schweren Gruppe international zu überwintern", erinnerte Janko, dessen Landsmann Michael Schimpelsberger auf der Bank saß.

Bremens Talfahrt geht weiter
Für Sebastian Prödl und Marko Arnautovic ist das Abenteuer Europacup nach einer 0:3-Pleite von Werder Bremen gegen Tottenham hingegen im Winter zu Ende. Die Bremer mussten dabei nicht weniger als zehn Spieler vorgeben. Während auch Arnautovic wegen Adduktorenproblemen fehlte, spielte Prödl in einer Notelf mit zahlreichen Amateuren durch. "Sie haben Selbstvertrauen gezeigt und sich gut eingebracht", lobte Prödl. In der Liga soll am Sonntag gegen St. Pauli der Weg aus der Krise gefunden werden.

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