Wiener „Augustin“

Bettlerbanden mit scheinbar neuer Masche

In Linz gibt es ausgewiesene Personen, welche die bei vielen beliebte „Kupfermuckn“ verkaufen. Obwohl es nicht verboten ist, andere, derartige Zeitungen unters Volk zu bringen, erscheint es doch merkwürdig, wenn plötzlich auch der Wiener „Augustin“ vertrieben wird. Vor allem, wenn um zusätzliche Spenden gebeten wird.

Bevor 2016 das sektorale Bettelverbot in der Linzer Innenstadt eingeführt wurde, avancierten die Adventmärkte am Hauptplatz und im Volksgarten Jahr vor allem in der Vorweihnachtszeir zu einem wahren Bettel-Eldorado. Durch intensive Zivilkontrollen und verstärkte Präsenz des Ordnungsdienstes kam es danach zu einem spürbaren Rückgang. Doch wer nun meint, dass aufgrund der coronabedingten Absage der Märkte die meist osteuropäischen Schnorrer-Clans völlig aus der Stadt verdrängt worden sind, irrt.

Geltendes Verbot umgehen
„Solange Bettelei ein lukratives Geschäft ist, werden offenbar immer neue Methoden gesucht, das geltende Verbot zu umgehen“, sagt FP-Sicherheitsreferent Michael Raml. So kam es in den letzten Tagen verstärkt dazu, dass Passanten in der Innenstadt von Verkäufern der Wiener Obdachlosenzeitung „Der Augustin“ angesprochen wurden.

Bitte um zusätzliches Geld
Diese wollten dabei allerdings nicht nur ihre Zeitung verkaufen, sondern baten auch um zusätzliches Geld. Raml vermutet dahinter eine neue Bettler-Masche und Umgehung des gültigen Verbots: „Es ist nicht verboten, den Augustin in Linz zu verkaufen. Gibt es den Verdacht auf Bettelei und Scheinverkauf, bringt der Ordnungsdienst dies zur Anzeige.“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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