13.01.2021 15:33 |

Ibiza-U-Ausschuss

Beugestrafe: Kathrin Glock legte Revision ein

Kathrin Glock geht nach ihrem Auftritt vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss gegen die über sie verhängte Beugestrafe vor in Höhe von 2000 Euro vor. Die Ehefrau des Waffenherstellers Gaston Glock hat eine außerordentliche Revision beantragt.

Aufgrund ihrer Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 und einer damit einhergehenden Gefährdung ihres 91-jährigen Mannes hatte sich die 40-Jährige zunächst gegen ein persönliches Erscheinen vor den Abgeordneten gewehrt. Nach der verhängten Beugestrafe und einer angedrohten Vorführung begab sich Glock doch noch nach Wien und sorgte am Dienstag für Wirbel.

Sie wurde in einem eigenen Raum, getrennt von den Abgeordneten, via Videokonferenz befragt. Dabei stieß sie manchen Mandatar vor den Kopf, indem sie etwa die Beantwortung einiger Fragen grundlos verweigerte. Auch mit Unmutsäußerungen sparte sie nicht.

Glock nicht mehr im Austro-Control-Aufsichtsrat
Eine erste Konsequenz bekam Glock schon am Folgetag zu spüren: Die für die Flugsicherung Austro Control (ACG) zuständige Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) berief sie „mit sofortiger Wirkung“ aus dem Gremium ab. Sie argumentierte mit der „Geringschätzung gegenüber einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss“. Glock selbst meinte, sie habe ohnehin keine Zeit mehr für die Kontrolltätigkeit und sei daher von sich aus ausgeschieden.

Ebenfalls am Mittwoch gab die Waffenhersteller-Gattin bekannt, dass sie am 1. Jänner den Vorsitz im Aufsichtsrat der Glock GmbH übernommen hatte. Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Gesellschaft hatte bisher Herbert Titze inne.

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