10.01.2021 10:13 |

Reizungen möglich

Experten: Einweg-Masken nicht mehrmals verwenden

Durch mehrfaches Tragen gealterte Einwegmasken können unter Umständen zu leichten gesundheitlichen Problemen führen. Das zeigt eine Studie von Medizinern um Jan Hagemann von der Universitätsmedizin Mainz. Sie haben bei 46 Frauen und Männern Symptome eines allergischen Schnupfens untersucht, die offenbar auf das Tragen von Masken - hier speziell FFP-Masken - zurückgingen.

Abhängig von der Nutzung ließen sich in der Nasenspüllösung der Betroffenen Polypropylen-Fasern nachweisen. Mit mehreren Millimetern waren die gefundenen Fasern vergleichsweise lang. Aus den oberen Atemwegen werden diese abgelagerte Fasern und Partikel zusammen mit dem Schleim der Atemwege durch kleine bewegliche Härchen (die Zilien, Anm.) in Richtung Mund transportiert und dann verschluckt.

Fasern können die Schleimhäute reizen
„Gealterte Einwegmasken können mehr Fasern freisetzen als neue Masken“, sagte Robert Landsiedel, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Toxikologie (GT), der Deutschen Presse-Agentur. Die Fasern könnten möglicherweise die Haut, die Schleimhäute und die oberen Atemwege reizen. Deshalb sollte man die Einwegmasken besser nicht mehrmals verwenden.

Keine oder nur geringe Gesundheitsgefahr
Allerdings gehe von den Fasern „keine oder eine vergleichsweise geringe Gesundheitsgefahr aus; die Verringerung der Risiken einer Infektion überwiegt hier bei Weitem“, so das Fazit des GT-Experten. Auch das Verschlucken von Partikeln aus den Masken stelle demnach ein zu vernachlässigendes Risiko dar. Sichergestellt müsse allerdings sein, dass man keine minderwertigen Atemmasken verwende.

Zu bedenken sei bei der Beurteilung auch, dass der Mund-Nase-Schutz neben Bakterien und Viren auch Partikel und Fasern aus der Luft abhalte, die ohne Maske aufgenommen werden würden. Die Menge aufgenommener Fasern aus Masken könne zwar diejenige von Fasern aus Textilien, denen wir ständig ausgesetzt seien, unter bestimmten Umständen durchaus übersteigen - zum Beispiel an Arbeitsplätzen, an denen dauerhaft Atemmasken getragen werden müssen, so die Forscher.

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