Ungleiche Job-Chancen

Geburt im Ausland bedeutet mehr Arbeitslosigkeit

Oberösterreich
08.01.2021 10:00
Geburtsort im Ausland oder im Inland? Nach Herkunft betrachtet, sind die Chancen auf einen Job und ein gutes Einkommen auch in Oberösterreich sehr ungleich verteilt, zeigen die aktuellen Zahlen des Integrationsfonds.

Allerdings sind trotz aller Ungleichheit die Chancen in Oberösterreich insgesamt noch besser als anderswo: Im Jahr 2019 (Bilanz über 2020 gibt es noch keine) lag die Arbeitslosenquote der gebürtigen Österreicher in unserem Bundesland mit 4,1 Prozent deutlich unter dem Österreichschnitt von 6,4 Prozent. Bei ausländischen Staatsangehörigen betrug die Arbeitslosenquote 7,8 Prozent und lag damit auch deutlich unter dem Österreichschnitt, 10,8 Prozent. Beide Zahlen sind seit 2015 bis 2019 übrigens deutlich gesunken – siehe Grafik.

(Bild: Honorar)

Aber auch beim Einkommen macht der Geburtsort einen Unterschied, zeigt die Analyse des Integrationsfonds: Das mittlere Nettojahreseinkommen der unselbstständig Erwerbstätigen in Oberösterreich lag 2018 (die neuesten verfügbaren Zahlen) bei knapp 26.200 Euro, das ist ein Plus von rund 2.400 € seit 2015.

Weniger Einkommen
Österreicher verdienten knapp 26.900 €. Das Nettojahreseinkommen von Ausländern betrug hingegen nur rund 22.400 €. Sie hatten in Oberösterreich somit nur 83,4 Prozent des Einkommens von Österreichern zur Verfügung. Wobei bei weiterer Aufschlüsselung Arbeitnehmer mit Geburtsort in den 2004 bzw. ab 2007 der EU beigetretenen Staaten noch etwas weniger verdienen, nämlich 22.100 bzw. nur 21.400 Euro.

Die meisten Zugewanderten sind in der Sachgütererzeugung, im Handel und im Bereich Gesundheit und Soziales tätig, berichtet der Integrationsfonds auch.

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