20.12.2020 09:26 |

Intensivstation-Drama

Elf Corona-Patienten bei Krankenhausbrand getötet

Tragödie auf einer Intensivstation in einem türkischen Krankenhaus: Bei einem verheerenden Brand nach einer Explosion starben am Samstag elf Covid-19-Patienten. In der Privatklinik in der südlichen Stadt Gaziantep war in der Früh ein Sauerstoffzylinder explodiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Für elf der Kranken kam jede Hilfe zu spät.

Auf Bildern, die von türkischen Medien verbreitet wurden, waren die ausgebrannte Intensivstation und verkohlte Krankenhausbetten zu sehen. Mehrere Patienten mussten nach dem Brand in andere Krankenhäuser verlegt werden. Insgesamt wurden 19 Patienten auf der Station behandelt.

„Wir sind tieftraurig angesichts dieser Tragödie“, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca vor einem Besuch in Gaziantep. Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und des Ministeriums sollen nun ergeben, was die genauen Ursachen gewesen seien.

74 Prozent der Intensivbetten derzeit belegt
Die Türkei ist von der Corona-Pandemie hart getroffen, fast 74 Prozent der Intensivpflege-Betten im Lande sind nach Regierungsangaben derzeit belegt. Am Freitag starben in der Türkei 246 Menschen an oder mit dem Coronavirus, die bisher höchste registrierte Tageszahl. Am Freitag wurden außerdem 26.410 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben in dem 83-Millionen-Einwohner-Land seit Pandemie-Beginn 1,98 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

Nach einem Anstieg der Neuinfektionen hatte die türkische Regierung kürzlich eine Ausgangssperre für die Wochenenden angeordnet. Seit November sind die Schulen geschlossen, Restaurants und Cafés dürfen nur noch Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

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