14.12.2020 12:46 |

Abgeblitzt

Abschussgenehmigung für Großarler Wolf aufgehoben

Knalleffekt in der Causa rund um den „Problemwolf“ aus dem Großarltal (Salzburg): Das Landesverwaltungsgericht hat den Bescheid zum Abschuss des Tieres aufgehoben. Die Gründe: Die Bezirkshauptmannschaft St. Johann habe die Ausnahmebewilligung den Jagdberechtigten erteilt, die gar keinen Antrag gestellt hätten - Antragsteller war nämlich die Agrargemeinschaft.

Zudem sieht eine Richtlinie vor, dass Abschuss-Ausnahmen nur dann erteilt werden dürfen, um erste Schäden zu vermeiden - der Wolf habe bereits seit September 2019 kein Nutztier mehr gerissen, mit einer „Entnahme“ könne kein Schaden mehr verhindert werden, weil das Tier nicht mehr anwesend sei.

Wie berichtet, hatte der Wolf im Sommer 2019 insgesamt 24 Schafe getötet. Drei Rinder und weitere Nutztiere werden seither vermisst. Auf Basis des Salzburger Wolfsmanagementplans wurde das Tier als „Problemwolf“ eingestuft. 

Naturschutzorganisationen, die gegen die Ausnahmebewilligung beriefen, fühlen sich nun bestätigt: „Der Abschussbescheid hatte nicht nur verfahrensrechtliche, sondern auch inhaltliche Mängel. Damit bestätigt das Landesverwaltungsgericht den hohen europaweiten Schutzstatus der Wölfe“, sagen etwa WWF-Wolfsexperte Christian Pichler und Lucas Ende vom Naturschutzbund.

 Salzburg-Krone
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