„Krone“-Gemeindeserie

In Krispl hilft der gesamte Ort finanziell mit

Salzburg
24.02.2026 13:00

Krispl-Gaissau hat nur 850 Einwohner. Doch Bürgermeister Martin Wallmann ist mehr als stolz auf seine kleine Gemeinde: Bei Projekten gibt es rege Beteiligung der Bevölkerung.

Das hat Seltenheitswert: Wenn in Krispl-Gaissau die Straßen zu sanieren sind, zahlen die Bürger fleißig mit. Freiwillig, will Martin Wallmann betont wissen. Der ÖVP-Ortschef sagt: „Das macht mich unglaublich stolz. Wir haben eine freie Finanzspitze im Jahr von 140.000 Euro. Aber durch die Zusammenhilfe im Ort gehen sich größere Projekte aus.“ So hat Krispl-Gaissau etwa jüngst ein Straßenprojekt um rund vier Millionen Euro umsetzen müssen. Zwölf Prozent davon wurde über einen freiwilligen Interessentenbeitrag finanziert.

Auch ein Tourismusplan wird mit der Bevölkerung erarbeitet.
Auch ein Tourismusplan wird mit der Bevölkerung erarbeitet.(Bild: Andreas Tröster)

Herr Bürgermeister, wie funktioniert so etwas? Wallmann erläutert: „Wir sind eine kleine Gemeinde. Bei uns hält man zusammen. Viele sind in den Vereinen aktiv. Und so lernt man von Anfang an, dass man zusammen mehr erreicht.“

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Zirka 95 Prozent aller Bürger tragen finanziell zur Schneeräumung im Ort bei.

Martin Wallmann, Ortschef Krispl

Ohne Mithilfe geht auch das nächste Straßenprojekt nicht: „Es wäre nur eine etappenweise Sanierung, aber kein Neubau der alten, steilen Straßen möglich“, so der Ortschef. Durch die Beteiligung der Menschen im Ort, die Mittel der Gemeinde und vom Land geht es eben schneller.

Das aktuellste Projekt der Gemeinde ist übrigens der Ankauf eines neuen Feuerwehrautos. 460.000 Euro kostet das Fahrzeug. Auch diese Summe wäre von der Gemeinde alleine nicht zu stemmen. Wallmann ist begeistert: „Auch hier beteiligt sich der Ort. Genauso wie zirka 95 Prozent aller Bürger zur Schneeräumung im Ort beitragen.“

Ein weiteres Indiz für den besonderen Zusammenhalt: Ein Bürgerbeteiligungsprozess, wie sich die Gemeinde entwickeln soll. 250 von 850 Einwohnern waren dabei. Tourismus spielte dabei eine große Rolle, vor allem Akzeptanz und Angebot wurden besprochen. „Wir haben eine wunderschöne Gegend, die Gäste kommen gerne zu uns. Ferienwohnungen werden mehr. Wir müssen schauen, dass wir unseren Leuten eine Perspektive bieten und unsere Natur- und Kulturflächen erhalten.“

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