Ausgangsregel fällt

Partybremse: Silvester nur mit sechs Personen

Politik
11.12.2020 22:16

Während es für Heiligabend und den Christtag Lockerungen in Sachen Corona-Lockdown geben wird, wird man zu Silvester maximal zu sechst feiern dürfen - und diese sechs Personen dürfen auch nur aus maximal zwei Haushalten stammen. Die Ausgangsbeschränkung zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr früh entfällt am 31.12., bei größeren Menschenansammlungen können die Bundesländer künftig eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht erlassen. Ab Jänner sollen zudem verpflichtende Tests für bestimmte Berufsgruppen eingeführt werden. Diese Maßnahmen wurden von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Freitagabend mit den Landeshauptleuten besprochen, wie die „Krone“ erfuhr. Die entsprechende Verordnung soll in den nächsten Tagen folgen.

Seit Tagen warnen Virologen weltweit vor den Feiertagen und danach steigenden Infektionszahlen. DeutschlandFrankreich und zahlreiche andere Länder schränken das öffentliche und private Leben zwischen Weihnachten und Silvester massiv ein.

Silvester-Feuerwerk in Wien (Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)
Silvester-Feuerwerk in Wien

Familienfeiern erlaubt - doch am Stefanitag ist Schluss
In Österreich hatte die Regierung zuletzt betont, Familienfeiern zu Weihnachten nicht zu verbieten. Das wird auch so bleiben: Am 24. und 25. Dezember werden zehn Personen miteinander feiern dürfen, egal, aus wie vielen Haushalten sie stammen. Am 26. Dezember, dem Stefanitag, wird aber wieder Schluss sein mit der Freiheit und die derzeit gültige Regelung inklusive nächtlicher Ausgangssperre in Kraft treten.

Keine Ausgangsbeschränkungen zu Silvester
Zu Silvester bremst die Politik Partyfreudige ebenfalls ein. Die aktuell bestehende Personenregel wird auch zum Jahreswechsel gelten, das heißt: Es dürfen sich maximal sechs Personen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen. Dazu kommen maximal sechs minderjährige Kinder. Die Ausgangsbeschränkung von 20 bis 6 Uhr wird in dieser Nacht allerdings entfallen.

Testpflicht für Handel und Spitäler
Nicht die einzige Maßnahme, die aus der geplanten Feiertags-Verordnung (die aktuelle gilt bis 23.12.) durchgesickert ist: Geplant ist eine Testpflicht. Allerdings nicht für alle, sondern nur für jene, die in sensiblen Bereichen arbeiten, wie in Spitälern oder Alten- und Pflegeheimen, sowie in jenen, wo der Kontakt zu vielen Kunden gegeben ist, wie dem Handel und körpernahen Dienstleistungen (u.a. Friseure, Fußpfleger, Masseure) und auch Lehrer. Angedacht sind verpflichtende Tests auch in Regionen mit überdurchschnittlichen Infektionszahlen.

(Bild: Markus Tschepp )
Auf stark frequentierten Straßen dürfte eine Maskenpflicht kommen. (Bild: EXPA/SM)
Auf stark frequentierten Straßen dürfte eine Maskenpflicht kommen.

Ebenfalls kommen soll die Maskenpflicht im Freien, wie es sie zum Beispiel in München gibt. Sie soll dort gelten, wo viele Menschen aufeinandertreffen, also zum Beispiel in Einkaufsstraßen. Diese Maßnahmen können die Bundesländer in Eigenregie erlassen, wo es nötig ist, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitagabend.

60 Prozent wollen Silvester wie immer feiern
Sechs von zehn Personen dürfte all das aber kaltlassen. Sie wollen den Jahreswechsel wie immer feiern, so eine Umfrage von Makam Research unter 600 Österreichern ab 20 Jahren. Nur für 14 Prozent haben die gesetzlichen Maßnahmen Einfluss auf ihre Pläne, etwa wenn Veranstaltungen nicht stattfinden. Drei Prozent nehmen eine Selbstisolation in Kauf, um am Silvesterabend nicht auf Gesellschaft verzichten zu müssen. Und zwei Prozent wollen wegen Corona heuer erstmals alleine ins neue Jahr rutschen.

Kronen Zeitung/krone.at

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