Zwei Dutzend Demonstranten nahmen am Montag um 9 Uhr, als der Parteienverkehr richtig losging, das Grazer Finanzamt ins Visier. Ein riesiges Transparent mit der Aufschrift "Finger weg von der Familienbeihilfe!" wurde vor den Eingängen entrollt, dazu gab's noch Sprechchöre: "Studierenden werden 200 Euro pro Monat einfach weggenommen. Das ist nicht akzeptabel", begründete Organisator Cengiz Kulac von der ÖH den Protest im öffentlichen Raum.
Schon jetzt müssten 61 Prozent der Studiosi arbeiten, künftig werden es noch mehr sein, sagte Kulac, der sich auch die Unterstützung von Grünen (Ingrid Lechner-Sonnek) und KPÖ (Werner Murgg) sicherte. "Das war aber nur die Aufwärmrunde, am Dienstag geht's weiter", gab sich der ÖH-Chef kämpferisch (siehe Daten und Fakten).
Aktionismus die Zweite - diesmal durch die AK. Deren Präsident Walter Rotschädl deponierte beim Landeshauptmann eine Petition für mehr Jobs: "Die Sicherung eines hohen Beschäftigungsniveaus und sozialen Standards müssen die zentralen Inhalte der neuen Landtagsperiode sein!"
Zankapfel Koralm
Im Anschluss daran ließen Voves und ÖVP-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer übrigens mit Kritik an Kardinal Schönborn aufhorchen, der aus Spargründen den Bau des Koralmtunnels ablehnt: "Wenn man den Tunnel infrage stellt, wird man uns kennenlernen!" (siehe Infobox).
Daten und Fakten
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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