06.12.2020 21:00 |

Home-Schooling zu Ende

Schüler kehren maskiert in die Klassen zurück

Es lief dem Vernehmen nach besser als im ersten Lockdown im Frühjahr. Dennoch waren die vergangenen Wochen mit Distanzunterricht eine Herausforderung für Lehrer, Eltern und Schüler. Schuld waren fehlende Infrastruktur und Betreuungsmöglichkeiten.

Nun wechseln zumindest die Pflichtschüler wieder in den Präsenzunterricht, auch die Kindergärten gehen in den Regelbetrieb. Die Oberstufenschüler bleiben im Fernunterricht. Stundenweise kann ein Viertel einer Klasse in die Schule geholt werden, zur Vorbereitung einer Schularbeit die Hälfte. Zur Schularbeit darf dann die ganze Klasse in die Schule kommen. Pro Fach soll es nur eine Schularbeit geben. Ist das nicht möglich, kann anders beurteilt werden.

Im Unterricht sind Interaktion und Mimik wichtige Lernbestandteile
Für alle Schüler ab der fünften Schulstufe gilt Maskenpflicht - auch im Unterricht. Das stößt auf Kritik bei vielen Eltern - sie fürchten um die Gesundheit ihrer Sprösslinge. Unterstützung bekommen sie von den österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften: „Die durchgehende Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, stellt eine massive, auch gesundheitliche Belastung dar“, so die Stellungnahme. Unter anderem würden Schüler zu wenig trinken und über Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen klagen. Außerdem seien im Unterricht Interaktion und Mimik wichtige Bestandteile des Lernens.


Ausweichen scheitert an den Möglichkeiten

Eine Alternative zur Maskenpflicht wäre, so Experten, Klassen auszudünnen. Das scheitert am fehlenden Platz: Ein durchschnittlicher AHS-Standort hat 30 Klassen. Sind nicht alle am selben Ausweichstandort, wird der Unterricht unmöglich, sagt Lehrergewerkschafter Herbert Weiß: „Ich kann ja die Lehrer nicht den ganzen Tag auf Wanderschaft schicken zwischen dem Schulgebäude und irgendeinem Festsaal.“ Nicht das einzige Problem: In Wien wollte eine Volksschule Räumlichkeiten an einer Uni nutzen - aber die Kinder waren zu klein für die Bänke. Das Ausweichen in ein Kino scheiterte an den Lichtverhältnissen.

Eine Lösung, so NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, könnten wöchentliche Corona-Tests in Schulen sein - auf jeden Fall beim Personal, wenn möglich, auch bei den Schülern. Die Teilnahme der Lehrer bei den Massentests war zuletzt in allen Bundesländern hoch.

Kronen Zeitung

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