06.12.2020 18:14 |

Rodel-Weltcup

Kein Podest für Österreich zum Altenberg-Ausklang!

Österreichs Kunstbahn-Rodelelite ist auch im zweiten Einsitzer-Hauptrennen der Weltcup-Saison ohne Podestplatz geblieben! Nach Rang vier in Igls durch David Gleirscher reichte es am Sonntag in Altenberg für Reinhard Egger und Wolfgang Kindl nur zu den Plätzen sieben und acht. Allerdings herrschten bei warmem Wetter wechselnde Bedingungen, später startende Aktive waren benachteiligt. Davon fast unbeeindruckt holte der Deutsche Felix Loch seinen dritten Saisonsieg en suite ...

Denn der 31-Jährige hatte auch den Igls-Sprint gewonnen, in dem Olympia-Sieger Gleirscher und Jonas Müller Zweiter und Dritter geworden waren. Loch ist damit in der jungen Saison ebenso noch unbesiegt wie die Österreicher Thomas Steu/Lorenz Koller bei den Doppelsitzern. Bemerkenswert am schon zehnten Altenberg-Weltcup-Sieg des Lokalmatadors ist, dass Loch nach dem ersten Lauf nur 17. gewesen war. Dennoch gewann er in Sachsen letztlich mit mehr als drei Zehntel Vorsprung.

Ausschlaggebend dafür waren zwei saubere Läufe, obwohl Loch im ersten Heat bei stark abbauendem Eis mit Startnummer 31 klar benachteiligt war. Die schwierigen Bedingungen wurden durch Windböen verstärkt. Einen Rekord an Aufholjagden stellte Loch aber nicht auf. Sein diesmal elftplatzierter Landsmann Johannes Ludwig hatte heuer am 1. Februar in Oberhof von Halbzeit-Rang 24 aus gesiegt. Auf den weiteren Podestplätzen landeten dieses Mal Max Langenhan (GER) und Kristers Aparjods (LAT).

Egger hatte Startnummer 17 zu Rang zwei nach Lauf eins genutzt, im Endeffekt lag er 0,16 Sekunden hinter den Podestplätzen. Kindl durfte mit seinem zweiten Lauf vom Fahrerischen her zufrieden sein, dennoch gab es für ihn einen Rückfall um vier Positionen. Vorjahressieger David (14.) und sein Bruder Nico Gleirscher (15.) kamen wie Müller (26.) auf der technisch schwierigen Bahn speziell im zweiten Lauf nicht fehlerfrei herunter. David Gleirscher hielt sich dennoch hinter Loch auf Gesamtweltcup-Rang zwei.

„Wir haben leider keinen guten Tag erwischt“, erklärte ÖRV-Chefcoach Rene Friedl. „Sowohl in der Staffel als auch bei den Herren wäre das Podest trotz der witterungsbedingten Turbulenzen absolut möglich gewesen.“ Egger und Kindl waren mit ihren Leistungen zufrieden. Egger: „Ich habe in der Bahn sehr gut gearbeitet und mich am Ende mit einem guten Ergebnis belohnt.“ Kindl: „Ich verlasse Altenberg mit einem sehr positiven Gefühl und freue mich auf die Fortsetzung in Oberhof.“

Die Bahnbedingungen hatten auch Auswirkung auf die Teamstaffel. Für Platz fünf der in Igls zweitplatzierten Österreicher (+1,596) waren aber stark auch Fahrfehler von Madeleine Egle und Steu/Koller ausschlaggebend. David Gleirscher konnte da nichts mehr ausrichten. Auch für die deutschen Igls-Gewinner blieb nur Rang vier (+0,622). Die siegreichen Italiener profitierten von der Igls-Disqualifikation, hatten so eine gute frühe Startnummer. Dahinter landeten Russland (+0,230) und Lettland (+0,584).

krone Sport
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