05.12.2020 20:13 |

GUTEN MORGEN

Test-Zuckerl | Shopping-Sorgen | Grasser-Kampf

Test-Zuckerl: Nach den Pannen am Freitag wurden am Samstag von den Corona-Massentests in Wien, Tirol und Vorarlberg kaum noch Zwischenfälle gemeldet. Gleichzeitig begannen gestern auch die Tests bei den Lehrern, die heute fortgesetzt werden. Dabei war der Andrang offensichtlich größer als bei den allgemeinen Tests. Für deren Fortsetzung, die für Anfang Jänner ins Auge gefasst wird, denkt die Regierung nun über ein Bonus-System nach - man will mit „Zuckerln“ einen Anreiz zum Testen bieten. Die einfache Rechnung: Selbst mit großzügigen Gutscheinen wäre der finanzielle Aufwand weitaus niedriger als die bei einem Lockdown entstehenden Kosten. Da wird freilich noch heftig diskutiert werden, ob solche Belohnungen das richtige Mittel sind, um die Menschen zu überzeugen, sich testen zu lassen.

Shopping-Sorgen. Es waren erschreckende Bilder: Beim Massenansturm auf die Geschäfte vor Beginn des harten Lockdowns blieb kein Platz für Babyelefanten. Im letzten Teil seiner Diskussionsreihe mit dem Top-Infektiologen Florian Thalhammer spricht Polit-Professor Peter Filzmaier in der Sonntags-„Krone“ auch darüber. Der Arzt fragt sich: „Wie kann man Shoppingcenter stürmen, die Masken nicht oder falsch tragen sowie den Abstand vergessen?“ Um es dann zuzuspitzen: „Manchmal kommt es mir vor wie: Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Ja, tatsächlich machen sich Mediziner, Politiker, genauso wie viele Kunden Sorgen, wie das nun wird - vor allem am morgigen Montag und besonders dem Feiertags-Shopping. Die Shoppingcenterbetreiber versichern, ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Aus dem Innenministerium hört man, dass streng kontrolliert wird. Hoffentlich ersparen wir uns damit Bilder wie vor drei Wochen!

Grasser-Kampf. In der Nacht nach seiner Verurteilung zu acht Jahren Haft habe er zwar kurz, aber gut geschlafen, erzählte Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser am Samstag beim morgendlichen Interview mit den „Krone“-Gerichtsjournalisten Gabi Gödel und Peter Grotter. Er gibt sich nachdenklich, aber vor allem kämpferisch. Und er spricht auch darüber, dass er Österreich nicht verlassen wolle: „Es ist ein total lebenswertes Land“. Nun habe der „Kampf um Gerechtigkeit oberste Priorität“. Doch das kann, wie gerade Grasser mit seinem Unendlich-Verfahren weiß, in Österreich noch lange dauern!  

Einen schönen Sonntag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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