04.12.2020 12:55 |

Sebastian Vettel:

„Wäre Michael gesund, würde ich ihn vieles fragen“

In seinen Frustjahren bei Ferrari hat Sebastian Vettel oft den Rat von Michael Schumacher vermisst. „Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen“, verriet Vettel am Rande des Grand-Prix-Wochenendes in Bahrain (Rennen am Sonntag um 18:10 Uhr, live im krone.at-Ticker). Dafür will Vettel sich aber künftig als Mentor für Mick Schumacher, Michaels Sohn, gerieren.

„Es ist mit Sicherheit kein einfacher Schritt und wird schwer, aber ich bin da, wenn ich mit irgendeinem Rat zur Seite stehen kann und wenn er Hilfe braucht“, sagte der 33-Jährige vor seiner vorletzten Ausfahrt im Ferrari in Bahrain am Sonntag (18.10 Uhr/ live im krone.at-Ticker).

„... was mein Vater für Seb war“
In einer an guten Nachrichten für ihn armen Saison freue er sich „mega“ über den Aufstieg seines Landsmanns Mick Schumacher, versicherte Vettel. „Mick ist ein super Kerl und wir verstehen uns extrem gut“, sagte Vettel. Schumacher, dessen Aufstieg ins Haas-Team zur neuen Saison in dieser Woche verkündet worden war, hatte schon vor einiger Zeit gesagt: „Ich glaube, was mein Papa für Sebastian war, ist Sebastian für mich.“

Beistand von Schumacher senior fehlt
Die Aussicht auf gemeinsame Zeiten mit dem Schumacher-Junior auf der Formel-1-Weltreise dürfte Vettels Vorfreude auf ein neues Kapitel seiner Karriere noch einmal gesteigert haben. Schwer genug waren die vergangenen Monate im lahmenden Ferrari. Mit mageren 33 Punkten ist Vettel nach 15 Rennen WM-13. und könnte sein schlechtestes Saison-Ergebnis überhaupt einfahren. Mehr denn je dürfte er sich da Beistand von jemandem wie Michael Schumacher gewünscht haben, wie er es schon früher einmal bekannte: „Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen.“

Doch kurz vor dem endgültigen Abschied nach sechs turbulenten Jahren bei der Scuderia hat Vettel seinen Frieden gemacht. „Ich bedauere nichts. Es war eine Ehre für dieses Team zu fahren und zu arbeiten“, sagte der viermalige Weltmeister. Die Wut über die eiskalte Ausmusterung zum Jahresende, die Verzweiflung über den nicht konkurrenzfähigen Dienstwagen, der Ärger über den bisweilen ungestümen Teamkollegen Charles Leclerc - für Vettel verarbeitet und abgehakt.

„Resultate sind nur ein Maßstab, im Leben gibt es viele andere Maßstäbe“, philosophierte Vettel. Das könnte ebenso ein guter Tipp für Mick Schumacher für seine Lehrzeit bei Haas sein wie auch für Vettel selbst, der er 2021 bei Aston Martin noch einmal angreift. Beide deutsche Piloten werden dann im Rampenlicht stehen: Schumacher als Zukunftshoffnung mit legendärem Namen und Vettel als Ex-Weltmeister, der einen Neuanfang wagt.

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