22.11.2020 08:00 |

Schnittstellen

Tracing-Systeme werden bald vereint

Stadt, Land und Gemeinden beteiligen sich an der Kontakt-Nachverfolgung von Covid-Infizierten. Dazu gibt es drei verschiedene Systeme. Die beiden größten bekommen nun eine Schnittstelle – werden quasi vereint.

Die Kontaktnachverfolgung – das Contact Tracing – von Covid-Fällen spielt in der Pandemie-Bekämpfung eine zentrale Rolle. Diese muss schnell gehen, um die Ausbreitung einzudämmen. Unterschiedliche Systeme bei der Daten-Eingabe erschweren aber, wie berichtet, den Prozess. Derzeit gibt es drei Tracing-Tools in Salzburg: „Kribe“ am Land, ein eigenes in der Stadt und ein Dashboard für die Contact Tracer in den Gemeinden. Nach und nach werden diese Systeme zusammengeführt.

Zwischen den beiden größten Systemen von Stadt und Land steht man kurz vor der Vereinigung. Die nötige Schnittstelle, um die unterschiedlichen Daten einspielen zu können, wurde geschaffen. Damit laufen die ermittelten Kontaktpersonen aus der Stadt ins „Kribe“ des Landes mit ein. Dieses ist auf vielen Ebenen automatisiert. Ein Problem: Nicht alle Tracer nützen das Tool auch vollständig. Zum Teil wird mit Word- und Excel-Sheets gearbeitet, was den Prozess bremst. „Kribe“ könnte auch die Bescheide automatisch erstellen – wenn diese von den Behörden einheitlich wären.

Technische Startschwierigkeiten hat das neueste Tracing-Tool. Das Dashboard, mit dem die Gemeinden ihre Fälle verfolgen, macht noch Probleme. Bischofshofen etwa kann noch keine Fälle behandeln. Außerdem müssen die Daten von den Mitarbeitern der Bezirkshauptmannschaften selbst ins „Kribe“ übertragen werden. Ob es zu einer Automatisierung kommt, hängt vor allem vom Bund ab. Dieser entwickelt gerade solch ein System. Sollte es funktionieren, könnten die Gemeinden auf dieses umsteigen.

Fehlende Nummern erschweren die Arbeit
Voller Tatendrang haben die Mitarbeiter der Gemeinden, wo das System funktioniert, die Kontaktverfolgung gestartet. In Oberndorf waren es zwölf Fälle, die diese Woche abgewickelt wurden. „Es lief gut“, bestätigt Stadtchef Georg Djundja, In Seekirchen waren es 50. „Ein Problem ist, dass wir bei der Hälfte der Fälle keine Telefonnummern bekommen haben. Das muss sich ändern“, so Bürgermeister Konrad Pieringer.

Felix Roittner
Felix Roittner
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