19.11.2020 06:00 |

Gastkommentar

Trumps Fake-News-Krieg

Es gibt nichts, was es nicht gibt, gerade in den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort lässt sich momentan schwer zwischen News und Fake News unterscheiden, und dazu trägt just jener Mann entscheidend bei, der den Begriff „Fake News“ überhaupt erst salonfähig gemacht hat in seinen vier Jahren im Oval Office: Donald Trump.

Eine der letzten News, die über die Agenturen tickerten, lautete jedenfalls: „Trump will noch rasch die Umwelt zerstören, Truppen abziehen und Bomben werfen.“ Mit Verlaub, aber so eine Schlagzeile kann doch gar nicht mehr wahr sein. De facto aber hat der US-Präsident die Möglichkeit, nahezu im Alleingang über Krieg und Frieden zu entscheiden und - so wie aktuell kolportiert - mit dem ernsthaften Gedanken zu spielen, einen Last-Minute-Luftangriff auf iranische Atomanlagen zu starten. De facto kann ein US-Präsident kurzerhand aus Afghanistan Truppen abziehen und die NATO-Partner im Regen stehen lassen. Tatsächlich hat er sogar die Macht, last minute im rohstoffreichen Alaska nach Öl und Gas bohren zu lassen - sogar in einem Naturschutzgebiet.

Zwischen den Zeilen vermittelt der Präsident seinen zum Teil bewaffneten Anhängern nach wie vor die Botschaft: Wir bleiben an der Macht! Und: Stand by, haltet euch bereit! Ein gefährliches Spiel, sollte sich irgendwo ein Funke zum Bürgerkrieg entzünden. In Wahrheit geht es Donald Trump ausschließlich darum, seine Immunität zu bewahren, um nicht im Gefängnis zu landen. Aber das sind sicher auch nur: Fake News!

Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)

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