13.11.2020 23:40 |

Nach brutaler Attacke:

22-Jähriger fasste viereinhalb Jahre Haft aus

Frech, unbelehrbar und kriminell: So verhielt sich der Großteil der sieben Angeklagten im Landesgericht. Neben etlichen Klein-Delikten entschied ein Schöffensenat am Donnerstag auch im Falle einer brutalen Attacke mit einer abgebrochenen Flasche: Der Täter, ein sechsfach vorbestrafter Afghane, soll jetzt viereinhalb Jahre absitzen. 

Eine ganze Reihe von Körperverletzungen und ein Diebstahl waren Thema beim Prozess am Donnerstag. Haupt-Faktum war aber ein gewalttätiger Vorfall, der sich am 9. August in Salzburg abspielte: Ein Afghane (22) stritt mit einem Pakistani (20). Mehrere Schläge und Tritte soll der arbeitslose und sechsfach vorbestrafte Afghane kassiert haben – vom Pakistani und einem Türken (49). Aus Wut und aus Rache darüber griff er zu einer Bierflasche, zerbrach sie und attackierte seinen Kontrahenten damit: Er wollte sich nur verteidigen und habe damit nur herumgefuchtelt, erklärte sich der 22-Jährige laut Anwalt Kurt Jelinek. Von Schnittverletzungen im Gesicht, an den Armen und bei der Brust ist in der Anklage die Rede – eine sieben Zentimeter Wunde bleibt als Narbe.

Zu viereinhalb Jahren unbedingter Haft wurde der Afghane verurteilt – strafverschärfend. 5000 Euro muss er dem Pakistani an Schmerzengeld zahlen. Dieser fasste übrigens 18 Monate teilbedingte Haft aus, sechs unbedingt. Der Rest bekam Bewährungsstrafen. Nicht rechtskräftig.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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