Muskelfaserriss

Bittere Pille: Rapid-Star Hesselink fällt wochenlang aus

Fußball
25.10.2010 12:16
Rapid muss in der tipp3-Bundesliga weitere Rückschläge hinnehmen. Statt der erhofften drei Punkte in Wiener Neustadt kehrten die Hütteldorfer am Sonntag nur mit einem 1:1 und viel Ärger über Entscheidungen von Schiedsrichter Thomas Prammer zurück. Ein fragwürdiger Elfmeter für die Niederösterreicher und der Ausschluss von Kayhan erregte die grün-weißen Gemüter. Zudem muss Rapid in den nächsten Wochen auf Vennegoor of Hesselink verzichten, der sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zuzog.
Der niederländische Stürmer musste in Wiener Neustadt bereits nach einer Viertelstunde verletzt vom Platz, eine Ultraschall- und MR-Untersuchungen am Montag ergab die wenig erfreuliche Diagnose. Ein weiterer Rückschlag für die Rapidler, die in den jüngsten sieben Liga-Spielen nur einen Sieg holten. Torhüter Raimund Hedl schmerzte daher der neuerliche Punkteverlust. "Natürlich tut uns jeder Punkt, der uns nach oben fehlt, weh. Momentan ist im Blickfeld, so viele Punkte wie möglich zu holen und einen Lauf zu bekommen, wozu es dann am Ende reicht, wird man sehen", erklärte Hedl.

Den Hütteldorfern fehlte am Sonntag mit dem angeschlagenen Kapitän Hofmann sowie dem gesperrten Kavlak die Kreativabteilung im Mittelfeld und ab der 15. Minute auch Solo-Stürmer Vennegoor of Hesselink. Dennoch ging Rapid durch einen herrlichen Treffer von Katzer in Führung (22.), doch nur vier Minuten später gelang Aigner durch den fragwürdigen Elfer nach Foul von Kayhan an Simkovic an der Strafraumgrenze der Ausgleich (26.). Es sollte letztlich den Ausschlag geben.

Pacult gehen die Schiris "auf die Socken"
"Mit dem Unentschieden kann ich nicht leben, die Schiedsrichterentscheidungen gehen mir schön langsam auf die Socken. Das ist das zweite Spiel, das wir durch eine Fehlentscheidung mit zehn Mann beenden müssen. Der Aufwand der Mannschaft wird durch klare Fehlentscheidungen bestraft", ärgerte sich Rapid-Trainer Peter Pacult.

Seinen Spielern machte er keine Vorwürfe. "Ich muss der Mannschaft ein Lob aussprechen, wir haben am Donnerstag ein schweres Spiel gehabt und bis zum Schluss mitgefightet. Unter dem Strich werden wir aber nicht belohnt", so Pacult, der das Ergebnis zwiespältig beurteilte. "Wir haben nicht verloren, das ist für die Moral wichtig. Das hat uns aber in der Meisterschaft nicht weitergeholfen", sagte der Rapid-Trainer, dessen Team in der Liga nun am kommenden Sonntag mit Meister Salzburg auswärts und am 6. November mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Sturm zwei Spitzenspiele zu bestreiten hat.

Auch Rapid profitierte
Bei all der Kritik an Prammer profitierte auch Rapid von einer Entscheidung, die auch anders akzeptabel gewesen wäre. Bei einer Attacke von Katzer an Wolf (62.) sah der Unparteiische kein Elfer-Foul. "Der Elfmeter für Wiener Neustadt war durchaus vertretbar. In der zweiten Hälfte im Zweikampf zwischen Wolf und Katzer war es eine knappe Entscheidung, bei der man Elfer geben kann, aber nicht muss. Ich habe mich entschieden, weiterspielen zu lassen", rechtfertigte Prammer seine Entscheidungen.

Wiener-Neustadt-Trainer Peter Schöttel sah daher das Remis mit gemischten Gefühlen. "Eigentlich ist vieles zu unseren Gunsten gelaufen, trotzdem haben wir es nicht geschafft, zu gewinnen. Rapid ist aber nicht irgendwer, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Man kann mit dem Punkt zufrieden sein. Wenn wir jetzt jammern, dass wir nur einen Punkt gegen Rapid gemacht haben, sind wir eh schon sehr weit", sagte der langjährige Rapid-Verteidiger.

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(Bild: KMM)



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