02.11.2020 17:00 |

Eishockeyliga in Not

Geisterspiele sind der reinste Horror

Das Zuschauer-Verbot trifft auch die ICE Hockey League tief ins Mark. Pildner-Steinburg setzt weiter auf die Notfalltöpfe der Regierung. Eisbullen sind bei den ersten Nachtragsrunden wohl nur Zuschauer.

Isolation, zwei Tage frei, Dienstag die nächsten Testungen - dann sollen die „negativen“ Eisbullen wieder ins Eisarena-Training einsteigen. Nachdem Samstag gewiss war, dass Corona sich auch bei der McIlvane-Crew eingenistet hatte. Die Anzahl der Spieler und Betreuer soll sich zusammen noch im einstelligen Bereich bewegen.

Damit hat es die Eisbullen als letztes Team, von insgesamt elf, in der ICE Hockey League erwischt. Wird ohne Salzburg nach de facto drei Wochen Wettkampfpause das Gros am Wochenende die ersten Nachtragspartien abspulen können.

Am Montag soll ein überarbeiteter Spielplan präsentiert werden, hört man aus der Liga. Die nach den neuen verschärften Corona-Maßnahmen nun auch noch mit dem Geisterspiel-Horror schwer zu kämpfen hat.

Gestartet mit 1500, dann 1000, sind nun gar keine Zuschauer im Profi-Eishockey gestattet. Vorerst bis Ende November. Verlängerung zu befürchten. „Die Zuschauer machen 30 Prozent unseres Budgets aus, die ganze Liga hat dieses Problem“, hofft auch KAC-Boss Oliver Pilloni auf Unterstützung. „Aber bisher haben wir aus dem Sport-Topf nichts gesehen. Die Kurzarbeit wurde abgerechnet, für den Ausfall der Play-offs gab es nichts - nun muss etwas passieren.“

Liga-Präsident Jochen Pildner-Steinburg berichtet indes: „Für die Zuschauerausfälle gibt’s Subventionen und Notfalltöpfe der Regierung. Die erste Tranche für März bis Juni wurde ausbezahlt. Die zweite Tranche bis Ende September wird gerade eingereicht und eine dritte wurde vom Ministerium zugesagt.“ Und die Zukunft? „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Liga fertigspielen können, wenn es die Behörden erlauben.“

Robert Groiss
Robert Groiss
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