„Krone“-Gemeindeserie

Plainfeld ist rein rechnerisch energieautark

Salzburg
11.11.2025 09:00

Mit laufenden Sanierungen hält die Flachgauer Gemeinde ihre Finanzen stabil. Schwierig wird in Zukunft allerdings der Bau eines neuen Kindergartens. Und auch die Absiedlung des großen Chemiebetriebs GEA kann bei den Einnahmen künftig zu Herausforderungen führen.

Von einer „Mammutaufgabe“ spricht Bürgermeister Wolfgang Ganzenhuber (ÖVP) bei der Kinderbetreuung in Plainfeld. „Wir brauchen einen zweigruppigen Kindergarten, gerne kombiniert mit betreubarem Wohnen.“ Projektstart soll 2027 sein.

Die Kinderbetreuung wird in Plainfeld zur finanziellen Herausforderung.
Die Kinderbetreuung wird in Plainfeld zur finanziellen Herausforderung.(Bild: Markus Tschepp)

Finanziell stehe die Gemeinde derzeit „ganz gut“ da und könne das Budget bewältigen. „Bald brauchen wir aber ein neues Feuerwehrauto, das etwa 400.000 Euro kostet – jene Summe, die wir jährlich frei zur Verfügung haben“, erzählt der Ortschef offen.

Um das Budget im Griff zu behalten, setzt Plainfeld stark auf Eigeninitiative. „Bei der Instandhaltung machen wir vieles selbst und versuchen, nichts anstehen zu lassen.“ So wurde heuer unter anderem die Multisportanlage saniert. Als Kür wünscht sich Ganzenhuber eine Padel-Tennishalle. Diese koste etwa 80.000 Euro – sofern ein passendes Grundstück zur Verfügung steht.

Grundstücke sind auch in Plainfeld mittlerweile selten und teuer.
Grundstücke sind auch in Plainfeld mittlerweile selten und teuer.(Bild: Markus Tschepp)

Und gerade Grundstücke sind auch in Plainfeld – wie in den meisten Umlandgemeinden der Stadt Salzburg – mittlerweile selten geworden. „Es gibt wenig Baugrund und dieser ist für die Einheimischen fast nicht mehr finanzierbar.“

Einkommensseitig muss die Gemeinde zudem heuer einen herben Rückschlag verdauen. So siedelt das Chemieunternehmen GEA mit Jahresende ab. Dieses bezahlt aktuell noch knapp ein Drittel der gesamten Kommunalsteuer. „Für die Fläche im Gewerbegebiet werden wir aber jemand passenden finden“, zeigt sich der Ortschef optimistisch.

Positiv zu Buche schlägt die neue Photovoltaik-Anlage am Salzburgring. Hier hat sich Plainfeld vertraglich 75.000 kW jährlich an Strom gesichert. Gemeinsam mit eigenen Anlagen am alten Recyclinghof und dem Feuerwehrhaus ist die Gemeinde rechnerisch energieautark – sie erzeugt mehr Strom, als sie braucht. Künftig soll noch ein Stromspeicher hinzukommen. Eines der wenigen Dinge, die laufend günstiger werden. 

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