Heim-EM 2011

Kracher-Auslosung für Österreichs Volleyballcracks

Sport
21.10.2010 10:44
Kracher-Auslosung für Österreichs Volleyball-Herren: Bei der Heim-EM 2011 (10. bis 18. September) treffen unsere Cracks in der Gruppe A auf den WM-Dritten Serbien, Slowenien und die Türkei. Das ergab die Auslosung am Donnerstag auf der Prager Burg.

Österreich tritt gemeinsam mit Tschechien als Veranstalter auf. Das erklärte Ziel ist der Aufstieg ins Play-off, für den Platz drei in der Gruppe erforderlich ist.

"Man hätte es sich nicht besser wünschen können", meinte Österreichs deutscher Teamchef Michael Warm in einer ersten Reaktion auf die Auslosung. Warm tritt mit seiner bei Großereignissen unerfahrenen Mannschaft freilich als klarer Außenseiter an. Österreich, derzeit 70. der Weltrangliste, trifft ausschließlich auf Teams, die im Ranking besser platziert sind - Serbien ist Vierter, Slowenien 41., die Türkei 48.

Serbien fast unüberwindbar
Schon das zeigt, wen es bei der Endrunde in den Partien am 10. (Slowenien), 11. (Türkei) und 12. (Serbien) September in der Wiener Stadthalle zu schlagen gilt. "Serbien ist die vielleicht stabilste Mannschaft, die es gibt. Die haben selten einen Tag, wo man eine Chance haben kann", sagte Warm, der dennoch nach Wegen suchen will, um den serbischen Star Ivan Milijkovic in den Griff zu bekommen. "Er ist der beste Angreifer der Welt."

Auch wenn Verbandspräsident Peter Kleinmann einen Sieg gegen Serbien nicht völlig ausschließen will, so gilt die Konzentration wohl den beiden anderen Teams in der Gruppe. Slowenien etwa, das zu großen Teilen aus Spielern von ACH Bled geformt und den heimischen Klubteams daher aus der Mitteleuropa-Liga bestens bekannt ist. "Ein relativ junges, aufstrebendes Team, das dank einiger Spieler im Ausland vielleicht ein paar Schritte weiter ist als wir. Aber eine Mannschaft, mit der man sich messen muss."

"Türkei ist zu schlagen"
Ebenso gilt die Türkei als hohe, aber überwindbare Hürde. "Sie haben einen großen Sprung gemacht, eine tolle Liga mit einigen finanzstarken Klubs aufgezogen und den Schwung aus der Heim-EM 2009 mitgenommen", analysierte Warm. Die noch frische Erinnerung an den Erfolg über die Türken in der European League Anfang Juli gibt jedenfalls Hoffnung. "Man hat gesehen, dass sie zu schlagen sind", meinte Warm.

Dass Österreichs Team Historisches im Visier hat, zeigt ein Blick auf die Vergangenheit. Nach sechs EM-Teilnahmen steht der ÖVV bisher mit leeren Händen da. In 22 Spielen gab es keinen einzigen Sieg, lautet die Satzbilanz 3:66. Lediglich gegen Schweden (2 Sätze 1967) und Ägypten (1 Satz 1955) konnte man zumindest Spielabschnitte gewinnen. Als bestes Resultat steht ein achter Platz von der Heim-EM 1999 zu Buche - auch damals allerdings ohne Sieg.

"Hammergruppe" in Prag
Auch die anderen Gruppen haben es in sich. In Innsbruck, dem zweiten österreichischen Spielort treffen in Gruppe C der WM-Vierte Italien, Frankreich, Finnland und Belgien aufeinander. Prag ist mit der "Hammergruppe" D Schauplatz von Duellen zwischen Titelverteidiger Polen, Bulgarien (EM-Dritter), der Slowakei und Deutschland. In Gruppe B duellieren sich in Karlovy Vary Co-Veranstalter Tschechien, Russland, Portugal und Estland.

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(Bild: KMM)



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