Hat der Frühherbst sich noch mit seiner ganzen Farbenpracht so richtig ausgetobt, wird es jetzt in der Natur düster, kahl und grau. Umso erfreulicher und eine wahre Wohltat für Augen und Seele sind dann die grünen Pflanzen-Oasen im Wohnzimmer, die zusätzlich auch noch wichtige Vorteile für ein gesundes Raumklima bieten.
Zumindest solange sie nicht anfangen dahinzukränkeln oder sogar ihre Blätter abzuwerfen.
Das passiert leider nicht selten, denn grundsätzlich leben Pflanzen in Wohnräumen (vor allem im Herbst und Winter) ganz und gar gegen ihre Natur, deren Grundsätze ziemlich einfach sind: Ist es warm, gibt es auch ausreichend viel Licht und – je nach Herkunftsland – auch genügend Luftfeuchtigkeit.
Haben die Pflanzen einen Sommer im Freien verbracht, kommt zusätzlich auch noch die Belastung des Standortwechsels dazu. Einige, wie z.B. der beliebte „Ficus benjamini“, reagieren besonders empfindlich darauf – gleich ganze Müllsäcke voll abgeworfener Blätter sind da u.U. abzutransportieren.
Der Hauptfehler Nummer 1
In der Praxis gehen wesentlich mehr Zimmerpflanzen an zu viel, als an zu wenig Wasser zugrunde. Wie oft tatsächlich gegossen werden muss, hängt gleich von mehreren Faktoren ab und ist nicht mit einem kurzen Blick auf die scheinbar trockene Erdoberfläche zu entscheiden. Je nach Ursprungsland sind die Pflanzen unterschiedlich in der Lage, mit dem Wasser hauszuhalten. Auch Größe der Pflanze im Verhältnis zum Topf, Raumtemperatur und Beschaffenheit der Erde spielen für die Gießfrage eine Rolle. Tipp: Finger vorsichtig und tief in die Erde stecken und Trockenheit der Erde prüfen.
Für Herbst und Winter gilt grundsätzlich: Weniger gießen, da durch den Lichtmangel die Pflanzen weniger antreiben und daher auch weniger Wasser benötigen. Achtung vor Staunässe im Topf! Die Wurzeln können verfaulen und es kann gar kein Wasser mehr aufgenommen werden. Das Tückische daran ist, dass die Pflanze tatsächlich ausgetrocknet wirkt und noch mehr und stärker gegossen wird – ein wahrer Teufelskreislauf. Tipp: Nach dem Gießen einige Minuten abwarten und dann prüfen, ob sich kein Stauwasser im Übertopf angesammelt hat.
Einige Wohlfühl-Tipps für Zimmerpflanzen
Pflanzen brauchen Licht
Ohne Licht kann keine Pflanze überleben. In der Natur ist die beste und natürlichste Lichtquelle die Sonne. Der Lichtmangel in geschlossenen Räumen stellt im Herbst und Winter die Pflanzenliebhaber vor eines der größten Probleme. Denn häufig reicht das Licht im Zimmer nicht aus, um die Pflanzen auch wirklich gesund in den nächsten Frühling zu bringen.
Braune, weiche und hängende Blätter oder starker Blattverlust können ebenso wie ein unnatürlich gehemmtes Wachstum ein Anzeichen für einen solchen Lichtmangel sein.
Abhilfe können hier spezielle Pflanzenleuchten schaffen. Diese sind nicht mit normalen Leuchtmitteln, auch nicht mit speziellen Tageslichtlampen, zu verwechseln, da Pflanzen ganz andere Ansprüche an das Licht stellen als wir.
Zusätzlich produzieren herkömmliche Lampen viel zu viel Wärme, die auf Dauer schädlich ist. Kurz: Es kommt auf eine ausgewogene Mischung der verschiedenen Lichtspektren an und dass der Leuchtkörper sich nicht erwärmt.
Tipp: Vorsicht bei Billigstlampen. Oft handelt es sich sogar um nur eingefärbte Glühbirnen. Besser ist es, sich vom Fachmann (Gärtner) ausführlich beraten zu lassen, da dieser meist seine eigenen Erfahrungen mit einbringt und auch die jeweilige Pflanzenart, die beleuchtet werden soll, eine Rolle spielt.












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