26.10.2020 11:37 |

Hängt von Spitälern ab

Kurz: Zweiter Lockdown wäre „Ultima-Maßnahme“

„Je höher die Ansteckungszahlen sind, desto restriktivere Maßnahmen braucht es“, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat am Nationalfeiertag. Sollten die Corona-Infektionen weiter ansteigen, werde die Regierung gegensteuern müssen. Ob ein zweiter Lockdown notwendig werde, hänge von der Lage in den Spitälern ab.

Es gehe darum, eine Überlastung der Intensivmedizin zu verhindern und den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, erklärt der Kanzler. Dabei wäre auch ein zweiter Lockdown als „Ultima-Maßnahme“ nicht auszuschließen. Kriterium dabei sei die Lage in den Kliniken - der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems wäre auch die gesetzliche Voraussetzung für ein neuerliches Abriegeln.

„Extreme Herausforderung“
„Wir haben ein massiv steigendes, exponentielles Wachstum. Das ist eine extreme Herausforderung. Die Lage ist, auch für jene, die es immer noch nicht glauben wollen, sehr, sehr ernst“, betonte Kurz. Er vertraue diesbezüglich der Einschätzung der Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl, die auch das Kanzleramt berät. Die Medizinerin hatte in einem am Sonntag publik gewordenen Mail an Mitglieder der Corona-Taskforce des Gesundheitsministeriums vor einer unkontrollierten Ausbreitung gewarnt.

„Virus wird uns noch viele Monate beschäftigen“
Bei seiner Nationalfeiertags-Rede am Wiener Heldenplatz sagte Kurz, dass „jede Generation ihre ganz besondere Aufgabe“ habe, um dem Land zu dienen. Eine solche sei die Corona-Pandemie, rief der Kanzler zur Einhaltung der Corona-Regeln auf: „Es ist alternativlos.“ Das Virus werde das Land noch viele Monate beschäftigen - umso wichtiger sei es nun, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leiste, um den anstehenden „Kraftakt“ gut zu überstehen.

Wenn das nicht gebremst werde, werde man Maßnahmen setzen müssen, sagte Kurz. „Kein Land der Welt, auch nicht die Republik Österreich, wird zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert ist und Menschen nicht mehr behandelt werden können.“ Grundsätzlich gelte aber „so viel Freiheit wie möglich und so wenige Einschränkungen wie notwendig“.

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