20.10.2020 18:49 |

Mit 81 Jahren

Britischer Rockmusiker Spencer Davis verstorben

Der britische Rockmusiker und Gründer der Spencer Davis Group, Spencer Davis, ist tot. Der Gitarrist hatte vor allem in den 1960ern-Jahren mit Songs wie „Keep on Running“, „Gimme Some Lovin‘“ und „I‘m a Man“ international große Erfolge gefeiert. Vielen wird die Musik von Soundtracks im Gedächtnis sein, etwa aus Filmen wie „Notting Hill“ oder „The Blues Brothers“. Mit 81 Jahren ist Davis nun Anfang der Woche verstorben.

Der Schlagzeuger der Spencer Davis Group, Pete York, bestätigte laut einem Bericht von „Birmingham Live“ gegenüber dem Management am Dienstag den Tod seines Bandkollegen und Weggefährten. Davis sei laut Manager Bob Kirk in New York wegen einer Lungenentzündung behandelt worden. „Er war ein hochmoralischer, sehr talentierter, gutmütiger, extrem intelligenter, großzügiger Mann.“ Er hinterlasse seine Partnerin June und drei erwachsene Kinder. Wegbereiter, Freunde und zahlreiche Fans des gebürtigen Walisers nahmen im Netz bereits Abschied von dem Rockmusiker.

Davis wurde 1939 in Swansea, Südwales, geboren und begann als Kind Mundharmonika und Akkordeon zu spielen. Er wechselte zur Gitarre und begann als Teenager in Bands zu spielen. Davis hatte sich bereits als Teenager dazu entschlossen, sein Leben der Musik zu widmen - nachdem er auf einem Konzert in seiner Heimatstadt gewesen war.

1963 sah er die Brüder Steve und Muff Winwood in einem Pub in Birmingham auftreten und überzeugte sie, mit ihm eine Band zu gründen, deren Mittelpunkt Steves hochfliegende Stimme und mitreißendes Keyboard standen. Mit einem Repertoire an R&B-Covers entwickelte die Spencer Davis Group schnell eine Anhängerschaft, trat häufig in London auf und unterschrieb schließlich ihren ersten Plattenvertrag.

Sie veröffentlichten eine Reihe von Top-10-Hits in Großbritannien - beginnend mit „Keep on Running“ im Jahr 1966 und weiter mit „Somebody Help Me“, „I‘m A Man“ und „Gimme Some Lovin‘“ im Jahr 1967. Die beiden letzteren waren auch in den USA große Hits und wurden später von Chicago bzw. den Blues Brothers gecovered. „Gimme Some Lovin‘“ wurde durch den „Blues Brothers“-Film so bekannt, dass Sänger Steve Winwood immer wieder gefragt wurde, „wieso coverst du den ,Blues Brothers‘-Song“, erinnerte er sich in einem Interview mit dem „Rolling Stone“.

Die Hits wurden alle von Steve Winwood gesungen, den viele Leute als Sänger oftmals für den namensgebenden Davis hielten. Die Winwood-Brüder verließen die Gruppe 1967, Steve gründete Traffic mit dem Gitarristen Dave Mason und dem Schlagzeuger Jim Capaldi. Davis setzte die Gruppe bis 1969 fort und erneuerte sie 1973, nachdem er nach Kalifornien gezogen war. Unterbrochen wurde Davis‘ Bühnenkarriere durch ein Sprachenstudium - er sprach fließend Deutsch, Französisch und Spanisch. Große Tourneen führten ihn in den 1990er-Jahren nach Australien, Japan, Kanada und immer wieder durch Europa. In Österreich hatte er zuletzt noch vor einigen Jahren Auftritte.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 25. November 2020
Wetter Symbol