Streit mit Anrainern

Pfötchenhilfe fürchtet um das Leben von Streunern

Bereits seit Jahren versorgt die Pfötchenhilfe Mistelbach mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer Streunerkatzen im Bezirk - so auch in Hautzendorf. Eine neue Anrainerin soll sich laut den Tierschützern derart daran stören, dass sie vom Fangen und Einschläfern der Vierbeiner gesprochen habe. Und tatsächlich sind vier Samtpfoten verschwunden. Der Verein erhebt schwere Anschuldigungen, auch gegen den Hautzendorfer Bürgermeister.

Jeden Tag kamen „Martin“, „Harry“, „Marvin“ und „Benjamin“ zur Streunerhütte in Hautzendorf und holten sich ihr Futter ab.. Sogar „Gismo“, der Nachbarskater, holte sich regelmäßig Streicheleinheiten ab. Doch als das angrenzende Grundstück verkauft wurde, ging der Ärger los. Die Tierschützer sagen, dass plötzlich eine Lebendfalle aufgestellt worden wäre. Auch eine Drohung, die Tiere zu töten, soll es gegeben haben.

Die Gemeinde beschloss, die Streunerhütte zu versetzen, womit man beim Verein aber nicht glücklich war: „Angesichts der Tatsache, dass sie außerhalb des Revieres der Kater und auf der anderen Straßenseite einer unübersichtlichen und uneinsehbaren Kurve war, völlig absurd.“ Der Vorwurf der Tierschützer an den Politiker ist klar: Er habe nicht vermittelt oder sonst geholfen, er habe die Anrainer nicht gewarnt.

Auch Hauskater verschwunden
„Als erster fehlte ‘Gismo‘, der freundliche Hauskater, dann ‘Martin‘, ‘Harry‘ und ‘Marvin‘“, so Daniela Kysela von der Pfötchenhilfe Mistelbach. „Der sehr wahrscheinliche Tod der vier lieben Buben lastet auf dem Gewissen des Bürgermeisters. Wir als Verein stehen vor den Trümmern unserer Rettungsaktion. Nach fünf Jahren in Hautzendorf wissen wir nicht, wie es weitergehen soll.“ Denn es gibt noch eine zweite Streunerhütte im Ort, die nur wenige hundert Meter entfernt steht.

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Mittwoch, 02. Dezember 2020
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