Grabner lief in einer Linie aus Routine und Jugend ein. Der 39-jährige Kapitän Doug Weight, der seine 19. NHL-Saison spielt, führte die dritte Linie mit dem 23-jährigen Villacher (links) und dem 18-jährigen Schweizer Nino Niederreiter. Grabner war erst sechs Tage davor von den Florida Panthers geholt worden und bekam wegen großer Personalsorgen der Islanders erstmals seine Chance.
Denn Trainer Scott Gordon, der Grabner ursprünglich mehr Zeit zum Eingewöhnen geben wollte, musste auf vier Stammspieler verzichten, darunter die drei besten Scorer der vergangenen Saison. Der Schweizer Verteidiger Mark Streit muss wegen einer Schulterverletzung noch Monate pausieren, Kyle Okposo fehlt noch einige Wochen ebenfalls wegen einer Schulterverletzung, Rob Schremp kämpft mit Rückenproblemen. Und im ersten Drittel des ersten Saisonspiel erwischte es auch noch Topscorer John Tavares, der Nummer-eins-Draft von 2009 musste wegen einer Gehirnerschütterung passen, weshalb Grabner zu seinem Debüt für die Islanders kam.
Drei Tore innerhalb von fünf Minuten
Doch anders als am Samstag die Buffalo Sabres mit Thomas Vanek hielten die Islanders trotz der hochkarätigen Ausfälle gegen die New York Rangers sehr gut dagegen und wurden in der Schlussphase auch belohnt. James Wisniewski (56./PP2) und Blake Comeau (57./PP) entschieden die Partie, Frans Nielsen fixierte mit einem Schuss ins leere Tor den Endstand (60.).
Grabner war am 25. Juni von den Vancouver Canucks zu den Forida Panthers transferiert worden. Nach einer enttäuschenden Vorbereitung ohne Tor und ohne Assist in vier Spielen schaffte er den Sprung in den NHL-Kader der Panthers nicht, wurde aber von den Islanders verpflichtet. Am Montag bekam er die erste Chance, sich auf Long Island einen Platz in der NHL zu sichern. Der Kärntner blieb in seinem 30. NHL-Spiel defensiv ohne größeren Fehler, offensiv hatte er in der 46. Minute seine beste Szene, doch Torhüter Henrik Lundqvist parierte seinen Schuss.
Buffalo verliert trotz Führung
Im zweiten Heimspiel der Saison haben sich die Buffalo Sabres am Montag von einer besseren Seite gezeigt, der Lohn in Form von Punkten blieb aber aus. Die Sabres verspielten gegen den aktuellen Stanley-Cup-Sieger Chicago Blackhawks eine frühe 2:0-Führung und mussten sich mit 3:4 geschlagen geben. Für Chicago war es der erste Saisonsieg nach zwei Niederlagen. Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek fand diesmal einige hochkarätige Chancen vor, blieb aber im Abschluss ohne Glück und damit in dieser Saison noch ohne Tor.
"Wir haben ganz gut gespielt, aber unsere Chancen nicht genützt. Chicago hat die Chancen genützt", analysierte Vanek nüchtern. Eine Steigerung gegenüber der 3:6-Pleite gegen die New York Rangers war offensichtlich, auch bei ihm selbst. Der 26-Jährige kam zu guten Möglichkeiten, vergab aber alleine im ersten Drittel dreimal in aussichtsreicher Position (11., 16., 19.). "Man muss weiter hart arbeiten, das erste Tor wird schon kommen. Die Chancen sind da, das ist das Wichtige, aber es ist sicher frustrierend", erklärte der Steirer.
So gingen die Sabres zwar mit einer 2:1-Führung in die erste Pause, hätten aber nach einem Traumstart viel höher führen können. Bereits nach 14 Sekunden brachte Drew Stafford die Sabres in Führung, nach 2:43 Minuten erhöhte Derek Roy mit seinem vierten Saisontreffer auf 2:0. Chicago kam nur zu wenigen Chancen, aber durch den aus Buffalo stammenden Patrick Kane zum Anschlusstreffer. In ihrem starken Mitteldrittel drehten die Blackhawks die Partie.
Pominville brutal gecheckt
Dennoch resümierte Vanek halbwegs positiv. "Heute war der Trainer zufrieden. Wir haben gekämpft, Chancen herausgearbeitet, sie aber nicht genützt. Das einzig Negative war unser Überzahlspiel", so der Steirer, der Ende des ersten Drittels auch um die Gesundheit seines Sturmpartners Jason Pominville bangen musste.
Pominville war von Chicagos Verteidiger Niklas Hjalmarsson von hinten brutal gegen die Bande gecheckt worden. Er lag minutenlang auf dem Eis, ehe er behutsam auf eine Trage gehoben und abtransportiert wurde. Ersten Angaben zufolge zog sich Pominville eine Gehirnerschütterung zu, musste aber nicht ins Krankenhaus. Für seine Kollegen war es allerdings nicht einfach, das mitverfolgen zu müssen. "Man hofft, dass er okay ist. Wir haben gewusst, dass er redet und alles bewegen kann", erklärte Vanek.








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