16.10.2020 15:15 |

Mythen aufgedeckt

Wachsen Haare schneller, wenn man sie schneidet?

Lange, volle Haare sind wohl der Traum der meisten Frauen. Doch wächst die Mähne bei regelmäßigem Spitzen schneiden wirklich schneller? Sind Silikone schlecht fürs Haar? Und kann Spliss etwa repariert werden? Eniss Arebi von „Die Wiener Friseure“ ist den gängigsten Haarmythen auf den Grund gegangen.

Wachsen Haare schneller, wenn man die Spitzen schneidet?
Falsch, dieser Mythos stimmt nicht. Jedoch wird durch regelmäßiges Spitzen schneiden, lästiger Spliss entfernt, die Haare brechen also weniger schnell ab und das Gesamtbild wirkt voller und gesünder.

Regelmäßiger Wechsel der Pflegeprodukte für die optimale Wirkung?
Ja und nein. Das Problem ist oft die Überpflegung der Haare und nicht das Produkt selbst. Pflegelinien für strapaziertes Haar reparieren dieses tatsächlich. Wenn das Produkt aber darüber hinaus verwendet wird und das Haar somit Extra-Pflege bekommt, die nicht mehr nötig ist, dann zeigt sich das oft mit einem fettigen Ansatz.

Kann Spliss repariert werden?
Nein, das ist leider nicht möglich. Die Struktur der Haare kann zwar repariert werden, jedoch nicht Haare, die bereits geteilt sind.

Führt kaltes Ausspülen zu glänzendem Haar?
Richtig. Haare ähneln Tannenzapfen. Durch kaltes Wasser zieht sich die Oberfläche der Haare zusammen, was zu einer glatten Haarstruktur führt, Licht reflektieren lässt und den Haaren somit Glanz verleiht.

Sind Silikone schlecht für die Haare?
Ja und nein. Es kommt hierbei auf das Produkt an. Billige Produkte haben minderwertige Sillikone, die zu grob und groß sind, um das Haar zu pflegen. Es bildet sich ein Film im Haar, wie Vaseline. Das Haar lässt sich zwar gut durchkämmen, die Pflegewirkung bleibt jedoch aus. Hochwertige Produkte hingegen haben natürliche Silikone, die gut für das Haar sind und sich ideal für Pflegeserien eignen.

Ist Haarausfall nicht aufhaltbar?
Falsch. Das stimmt so nicht, denn es ist immer möglich etwas gegen Haarausfall zu machen. Es kommt ganz auf den Grund an. Bei Haarausfall nach einer Schwangerschaft oder im Wechsel, helfen Kollagenkapseln zum Einnehmen, um von innen zu unterstützen. Außerdem gibt es Pflegeserien zur äußeren Stärkung. Bei Männern können Minoxidil-Lösungen zum Auftragen helfen, beginnenden Haarverlust zu stoppen.

Soll nasses Haar nicht gekämmt werden?
Das stimmt nicht so ganz. Feuchtes Haar ist viel dehnbarer und kann dadurch leichter reißen. Daher ist es wichtig, nasses Haar nicht zu kämmen, sondern zu bürsten.

Haarschädigung durch tägliches Waschen?
Die Haare werden durch tägliches Waschen nicht geschädigt, solange hochwertige Produkte verwendet werden. Schädigend wird es allerdings, wenn sie jeden Tag mit Hitze gestylt werden.

Machen Haargummis die Haare kaputt?
Ja, dieser Mythos stimmt. Der ständige Druck auf das Haar kann auf Dauer schädigen. Haargummis mit Metallverschluss sind besonders schlecht. Daher ist es wichtig hochwertige Haargummis, wie beispielsweise Invisibobbles zu verwenden, um einen möglichst geringen Schaden davonzutragen.

Sind seidene Polsterbezüge besonders schonend fürs Haar?
Vollkommen richtig! Das Haar wird durch die Reibung während der Nacht stark beansprucht. Eine glatte Unterlage, wie bei einem Seidenkissen, ist daher die optimale Lösung. Auch Schlafhauben eigenen sich hervorragend.

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