16.09.2020 22:03 |

Späte Bestätigung

Trump: „Ich wollte Assad 2017 töten lassen“

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag erstmals bestätigt, dass es von ihm angestoßene Attentatspläne gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad gegeben hat. Bisher stritt der amtierende US-Staatschef entsprechende Berichte stets ab. Nun hat der 74-Jährige in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News offen über seine Pläne gesprochen, Assad im Jahr 2017 töten zu lassen. Die syrische Regierung übte nach dem Interview heftige Kritik an der US-Regierung, die sie als ein „Regime von Banditen“ bezeichnete. Die USA würden „Verbrechen begehen, um ihre Ziele zu erreichen“.

„Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet“, machte der Präsident deutlich. Der damalige US-Verteidigungsminister James Mattis habe sich jedoch gegen die Operation ausgesprochen. Alles sei vorbereitet gewesen, doch „Mattis wollte es nicht tun“. Dieser sei ein „hoch überschätzter General“ gewesen, den er später gefeuert habe, erklärte Trump weiter.

„Mattis war gegen das meiste“
Die Entscheidung, Assad nicht zu töten, bereue er jedoch nicht. „Ich hielt ihn sicher nicht für einen guten Menschen, aber ich hatte die Chance, ihn auszuschalten, wenn ich gewollt hätte, und Mattis war dagegen“, sagte Trump. „Mattis war gegen das meiste von dem Zeug.“

Die jüngsten Aussagen des wahlkämpfenden Republikaners untermauern Berichte aus dem Jahr 2018, als der Journalist Bob Woodward sein Buch „Fear: Trump in the White House“ (deutscher Titel: „Furcht: Trump im Weißen Haus“) veröffentlicht hatte. Demnach soll der US-Präsident über die Tötung Assads nachgedacht haben, nachdem der syrische Staatschef im April 2017 Chemiewaffen gegen Zivilisten eingesetzt hatte. Trump habe gesagt, die US-Streitkräfte sollten „hineingehen“ und Assad „töten“, berichtete Woodward in seinem Buch.

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