14.09.2020 13:48 |

Generali Open

„Unser Wunsch wäre ein Vorzeigestadion“

Die Veranstalter der Generali Open in Kitzbühel ziehen am Ende des Turniers eine positive Bilanz. Die Hygienemaßnahmen wurden scheinbar sehr brav eingehalten: Denn von den rund 600 durchgeführten Coronatests war kein einziger positiv.

Das erste ATP-Turnier mit Zusehern seit Ausbruch der Pandemie – und wegen der derzeit steigenden Coronazahlen in Österreich sowie den damit einhergehenden Bestimmungen womöglich das letzte dieser Art für heuer – ist am Sonntag bei Kaiserwetter zu Ende gegangen.

Kein einziger positiver Test
Wahrlich herausfordernd war es für die Veranstalter und das Organisationskomitee, doch all die Mühen haben sich gelohnt. Die frohe Botschaft gleich vorweg: Rund 600 Coronatests wurden im Laufe der Woche von Internist Christian Hengl und seinem Team durchgeführt und ausgewertet. Darunter befand sich kein einziges positives Testergebnis!

„Das ist natürlich sehr erfreulich. Unser Testkonzept ist somit voll aufgegangen“, sagen die Veranstalter Herbert Günther und Markus Bodner. Hinzu kommt, dass auch das Besucherkonzept und die restlichen Organisationspunkte reibungslos umgesetzt wurden. „Wir haben zu Beginn des Turniers gesagt, dass wir ein Vorzeigemodell für andere Sportevents sein können und genau das haben wir nun unter Beweis gestellt. Ein großes Lob an das ganze Team“, betonen Günther und Bodner.

„In solchen Zeiten merkt man, wer ein Freund ist“
Dankesworte richten die beiden auch an die Sponsoren. „Es war ein schwieriges Jahr, dennoch sind uns alle Sponsoren treu geblieben. Generali hat sogar das Engagement bis 2022 verlängert, was ein riesiger Vertrauensvorschuss ist. In schwierigen Zeiten merkt man, wer ein Freund ist“, sagt Günther.

Auch für die Zuseher - täglich durften 1950 im Stadiongelände live dabei sein - gibt es viel Lob. „95 Prozent der Fans haben sich an die strengen Corona-Vorgaben gehalten“, erklärt Bodner. Gab es bei all der Euphorie auch etwas, das nicht den eigenen Ansprüchen entsprach? „Sportlich hätte ich mir von den Österreichern mehr erwartet. Es zeigte sich, dass viele Spieler Trainingsdefizite haben. Die Qualität hat darunter gelitten“, sagt Bodner dazu.

Ziel für 2021: „Thiem muss zurück nach Kitz“
Beim Blick in die Zukunft verfolgen die Veranstalter ein klares Ziel: „Wir versuchen alles, um das heimische Tennis-Ass Dominic Thiem wieder nach Kitzbühel zu holen. Vertrag gibt es noch keinen, doch die Gespräche starten demnächst“, verrät Günther. Prinzipiell müsse man abwarten, wie sich alles rund um die Olympischen Spiele entwickeln werde.

Erfreulich: Von den bereits verkauften Tickets für die Generali Open im Juli, die 2021 gültig sind, haben nur 30 Prozent der Fans die Karten retourniert. „70 Prozent sind nächstes Jahr dabei“, freut sich Günther. Die Generali Open in der Gamsstadt haben sich längst in der Tenniswelt etabliert. Sehnt man sich nach einem neuen Stadion, um ein weltweites Zeichen zu setzen?

„Wir wollen das beste 250er-Turnier werden“
„Wir sollten uns bewusst sein, dass wir mit Dominic Thiem, der möglicherweise bald die Nummer eins der Welt sein wird, derzeit eine goldene Ära im Tennis erleben. Das sollten wir ausnutzen. Unser Appell an die Politik ist, dies einzusehen. Wir sind mit dem Turnier noch nicht am großen Ziel angelangt. Wir wollen das beste 250er-Turnier der ATP-Tour werden.

Bei 40 Konkurrenten ist es nicht leicht, sich zu beweisen. Wir haben eine lange Tradition, Kitzbühel ist ein schöner Ort, die Spieler fühlen sich wohl und kommen gerne her. Daher sollten wir ein Vorzeigestadion für Tennis in Österreich realisieren, das wäre unser großer Wunsch“, sagen Günther und Bodner.

Claus Meinert
Claus Meinert
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